Die Angaben von zionistische Führern, Akademikern und neutralen Beobachtern bestätigen die folgenden Tatsachen:

Erstens, dass die Palästinenser in diesem Land lebten, und dass sie dort bis 1948 und 1967 Heim und Hof besassen.

Zweitens, dass sie dieses Land, ihre Heime und Bauernhöfe, 1948 aus Angst vor Massakern verliessen, ungeachtet der Frage, ob diese Massaker wirklich stattgefunden haben oder nicht.

Drittens, dass prominente Politiker und Akademiker innerhalb der zionistischen Bewegung, einschließlich von Individuen, die sich am Konflikt 1948 beteiligt haben, bestätigen, dass die Juden die Palästinenser weder aus Palästina, noch aus ihren Ländern, noch aus ihren Heimen ausgewiesen haben. Tatsächlich glaubten die Palästinenser den schrecklichen umlaufenden Gerüchte und flüchteten in Panik aus Palästina.
Picture
08.05.2003 - Dieses Weiße Buch beabsichtigt, eine gerechte und vernünftige Lösung für die chronische so genannte "Frage des Nahen Ostens" zu finden, und die Region von den katastrophalen Auswirkungen des Terrorismus, des Krieges und der Zerstörung zu befreien.

Es stellt das Problem auf eine ernste, sachliche und neutrale Art und Weise vor. Das Buch kompiliert Ansichten und Konzepte, die so schon vorher von Arabern wie auch Juden vorgeschlagen wurden, zusätzlich zu internationalen Plänen und Projekten. Sie alle stützen und rechtfertigen diese hier dargelegte Lösung.
Kein anderes Konzept wird dieses Problem lösen können.

Palästina:


Das ist der Name, der geschichtlich und in den heiligen Schriften für dieses Land belegt ist. Der Name geht auf ihre ursprünglichen Bewohner, die Philister, zurück.

Die alttestamentarischen Bücher der Schöpfungsgeschichte, von Moses und von Joshua, weisen diesen Namen für dieses Land auf. Das Alte Testament überliefert unter anderem die Namen der Enakiter, der Kanaaniter, der Refaiter, der Jebusiter, der Hethiter und der Phönizier. Das Buch Exodus legt ausdrücklich dar, "Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, da führte sie Gott nicht durch das Land der Philister".


Der Name "Palästina" überstand die gesamte Dauer des britischen Mandats. Er wurde in verschiedenen Projekten und Besiedlungsplänen erwähnt, die in dieser Periode vorgeschlagen wurden. Diese Tatsache wurde sogar von Fanatikern der zionistischen Bewegung anerkannt; Samuel Katz beispielsweise, Stifter der Herut Zionistenbewegung und einer der Leiter der Nationalen Etzel Militärorganisation schrieb:

"Alle zionistischen Institutionen der Welt beinhalteten den Namen Palästina". Seine Beispiele beinhalteten: Die zionistische ‘Anglo-Palästina’ Bank, der Jüdische Stiftungsfond, der früher unter dem Namen Palästina Stiftungsfond bekannt war, und der Palästina Arbeiterfonds, der auch jüdisch war. Er merkt an, dass in der Diaspora alle Lieder über Palästina zionistische Hymnen seien. Er erwähnte darüber hinaus, dass sie als Heimatvertriebene in der Diaspora das Tabernakelfest als das palästinensische Tabernakelfest feierten. Er hält auch fest, dass die Palästina-Post, die auch unter dem Namen Al-Barid Al-Filistini bekannt war, eine zionistische Zeitung war, das Sprachrohr des zionistischen Bündnis. "Der Name Palästina" schrieb er, "wurde erst nach der Etablierung dessen ersetzt, was unter dem Staatsnamen Israel bekannt wurde."


Er gesteht ein, dass die hebräische Sprache erst während der Zeit des Tiberius im zehnten Jahrhundert in Gebrauch gekommen ist. Selbst der ehemalige Präsident der USA, Roosevelt, schrieb in einer Antwort an den Prinzen Abdullah von Jordanien im März 1944: "In Bezug auf Palästina befriedigt es mich, Ihnen zu versichern, dass die USA keine Pläne haben, mit irgendeiner Entscheidung die Situation in Palästina zu ändern, ohne ausführlich die Araber und die Juden zu konsultieren."


Ungeachtet des Namens passt die Geschichte Palästinas in das allgemeine Muster anderer Staaten in der Region. Wie auch diese Staaten ist es ein Staat, der von verschiedenen Völkern bewohnt wurde. Dominanz und politische Macht sind mehrmals zwischen verschiedenen Stämmen, Nationen und ethnischen Gruppen hin- und hergewechselt, von denen manche Einwanderer und manche Angreifer waren. Wie andere Länder in dieser Region auch hat es viele Kriege gesehen und Einwanderungswellen aus allen Richtungen erlebt.




Aus diesem Grund darf, aus historischer Perspektive, niemand Anspruch darauf erheben und behaupten, dass es ihm gehört. Das wäre nichts anderes als eine unbegründete Behauptung. Keine Partei hat das Recht, einen Teil Palästinas oder die übrigen Teile für sich zu beanspruchen.


Ein Staat für die Juden:


Die ursprüngliche Idee Theodor Herzls war es, einen jüdischen Staat als einen schützenden Hafen für die Juden zu gründen. Der direkte Beweggrund hinter dieser Idee lag in der Verfolgung, der die Juden vor Hitlers Zeit, speziell in Europa, ausgesetzt waren. Zypern, Argentinien, Uganda, der grüne Berg (Al-Jabal Al-Achdar), Palästina und Sinai waren vorgeschlagene Standorte für die Gründung eines jüdischen Staates, und sie stellten einen Weg für Europa dar, ihre Juden loszuwerden. Deshalb war Palästina, wie es diese Erzählung bestätigt, nicht notwendigerweise oder zwangsläufig das nationale Heimatland der Juden.


Balfour-Deklaration:


Die wirkliche Absicht hinter der Deklaration war es eher, Europa ihrer Juden zu entledigen, als Sympathie mit ihnen auszudrücken.


Die Judenverfolgung:


Die Juden sind ein unglückliches Volk, das Pech gehabt hat. Sie haben seit uralten Zeiten vieles erlitten unter anderen Völkern, deren Regierungen und Führer. Warum? Weil Gott es so gewollt hat. Das sieht man klar im Koran und in der Geschichte vom ägyptischen Pharao, in der durch die babylonischen Könige erfahrene Behandlung, die Behandlung durch die römischen Kaiser, von Titus bis Hadrian, und durch die englischen Könige, wie zum Beispiel Edward I. Die Juden wurden von den Ägyptern, den Römern, den Engländern, den Russen, den Babyloniern, den Kanaanitern, und kürzlich von Hitler in jeder nur erdenklichen Art und Weise verbannt, gefangengehalten, massakriert, benachteiligt und verfolgt.


Die Araber und die Juden:


Es gibt keine Feindschaft zwischen Arabern und Juden. Die Juden sind tatsächlich adnanitische Cousins der Araber väterlicherseits, die von Abraham (Friede und Segen seien mit ihm) abstammen. Als die Juden verfolgt wurden, haben ihre arabischen Brüder sie eingeladen, mit ihnen in der Stadt Al-Medina zusammenzuleben. Sie haben ihnen sogar das Land der Wadi Al-Qura gegeben, das nach den jüdischen Dörfern [Al. qura] benannt wurde. Nach dem Aufkommen des Islam unter Prophet Muhammad (Friede und Segen seien mit ihm) fanden die Juden die Vorstellung von einem neuen Prophet, der nicht zu ihrer Nachkommenschaft gehörte, unannehmbar.

Sie standen ihm deshalb feindlich gegenüber. Sie wurden manchmal attackiert, genau wie die Koreischiten, die sich weigerten, den Islam zu akzeptieren, und wie die Araber, die den Islam anfangs akzeptierten, später aber dann ablehnten. Die Juden wurden am Ende des 15. Jahrhunderts zusammen mit den Arabern aus Andalusien ausgewiesen. Sie alle haben Zuflucht in den arabischen Ländern gesucht. Darum gibt es auch ein jüdisches Stadtviertel in jedem arabischen Land. Dort wohnten sie in Frieden und Freundschaft mit ihren arabischen Brüdern.


Vorgeschlagene Lösungen basierend auf der Gründung eines einzelnen Staats:


Britische Vorschläge:


A. Der "Walkhope" Plan

Dieser Plan wurde vom britischen Hochkommissar in Palästina zu Beginn der 1930er Jahre vorgeschlagen. Er sah die Gründung eines palästinensischen Legislativrats vor, bestehend aus 11 muslimischen, 4 christlichen und 7 jüdischen Mitgliedern, entsprechend der damaligen demographischen Zusammensetzung Palästinas.

B. Der "Newcomb" Plan:

  1. Die Gründung eines unabhängigen souveränen palästinensischen Staats
  2. Umfassende Glaubensfreiheit
  3. Umfassende Gemeindefreiheit
  4. Dezentralisierung
C. Das britische Weißbuch von 1939:

  1. Unabhängiger palästinensischer Bundesstaat
  2. Konsultativrat, der aus Arabern und Juden besteht
  3. Exekutivrat, der aus Arabern und Juden besteht
D. Lord Morrison Plan:

  1. Zentralregierung
  2. Vier administrative Gebiete: arabisches Gebiet, jüdisches Gebiet, Jerusalem und der Negev
  3. Kommunalverwaltung und Legislativrat für jedes Gebiet
Alle diese Vorschläge wurden aus unsubstantiellen Gründen abgelehnt, zum Beispiel Unzufriedenheit mit der Größe der Gebiete oder der Städte, die einer Seite überlassen wurden, Meinungsverschiedenheiten über die Dauer des britischen Mandats oder Fragen, die mit der Anzahl der Immigranten zu tun haben.

Die zionistischen Vorschläge:

  1. Der erste Vorschlag wurde von der so genannten "Föderation des Friedens" gemacht, die von Rabbi Benjamin geleitet wurde, und sah einen binationalen Staat vor. Die Juden wurden gewarnt, dass das Versäumnis, einen einzigen binationalen Staat anzunehmen, keinen Frieden bringen würde. Und so wie sie es voraussagten, ist es genau geschehen.

  2. Die konföderierte oder föderative Lösung wurde von Meir Emmit, einem bekannten Leiter der zionistischen Bewegung und der Hagana Organisation, vorgeschlagen. Emmit hatte einige wichtige und bedeutende Positionen innerhalb des Militärs bekleidet und war unter anderem auch ein Mitglied der Knesset und Kabinettsminister.


Er glaubte, dass ein strategischer Verzicht auf besetztes Land, womit er natürlich Territorien wie Sinai, den Golan, die Westbank und den Gazastreifen meinte, gleichbedeutend wäre mit dem Verzicht auf handfeste Gewinne, für den es seiner Meinung nach keinen Ausgleich geben würde.

Obwohl Ägypten etwas als Gegenleistung geboten hatte, war dies etwas, dass sich plötzlich ändern könnte. Er diskutierte die Möglichkeit der Gründung eines Bundesstaates und nannte Beispiele wie die Europäische Union, die Vereinigte Staaten von Amerika, die seiner Meinung nach bis 1789 13 Jahre Aufruhr erfahren hatten, und Nigeria, aus seiner Sicht ein multikonfessioneller und multinationaler Staat. Er schrieb, dass die ökonomischen, militärischen, geographischen und historischen Faktoren, die eine solche Lösung nahelegten, auch in Palästina existierten.

Er gab ausserdem an, dass die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staats eine große Gefahr darstelle. Um diese Gefahr abzuwenden, musste ein einziger Bundesstaat geschafft werden. "Das Problem Jerusalems," schrieb er, "könnte ganz einfach gelöst werden, indem man diese Stadt zur föderativen Hauptstadt macht."

  1. Vorschlag der deutschen Zionisten: Die 12. Konferenz der deutschen Zionisten (Schule der Strukturalisten) kam am 11. September 1921 zusammen und nahm das Konzept der Gründung eines einzigen Staates für beide Parteien an. Sie etablierte dadurch "die Schaffung eines Ortes in Allianz mit dem palästinensischen arabischen Volk für unsere gemeinsame Sicherheit in einem sich entwickelnden Staat. Die Struktur des Staates soll die nationale Entwicklung eines jeden Individuums unserer beiden Völkern ohne Einmischung oder Vorurteil garantieren."

Die Arabischen Vorschläge:

1. Der Erste Vorschlag König Abdullahs:

  1. Ein Königreich
  2. In von Juden bewohnten Gebieten wird die Administration von ihnen ausgeübt
  3. Ein Parlament, in dem Juden ihrem demographischen Anteil entsprechend repräsentiert werden
  4. Ein gemischtes Kabinett
2. Der Zweite Vorschlag König Abdullahs:

Die Aufteilung von Palästina zwischen Libanon, Jordanien und Ägypten mit dem hinterlassenen Rest für die Juden

3. Der Vorschlag von Nuri Al-Said von1942:

  1. Ein einziger Staat
  2. Jüdische Autonomie innerhalb dieses Staats
Alle vor 1948 gemachten Vorschläge verlangten einen einzigen Staat und manche behandelten die Juden so, wie die Palästinenser heute behandelt werden, nämlich unter dem Aspekt, ihnen Autonomie und Teilung des Landes anzubieten.


Das Scheitern der Idee eines einzelnen Staat ist deshalb der historische Fehler, der hinter der heutigen Tragödie steht. Die Staatsgründungs von einer Gruppe in ihrem eigenen Interesse ist auch ein Fehler. Das Konzept der Teilung hat sein Scheitern bewiesen und wird dies weiterhin tun.


Vor 1948 wurden die Juden genau so angesehen wie heute die Palästinenser. Die Juden bildeten damals eine Minorität in Palästina und bekamen in einem historischen Moment die Illusion von Selbstverwaltung und im nächsten die von autonomen Judengebiete. Die Palästinenser waren in der Mehrzahl, und haben darum die bekannte Teilungsresolution von 1947 abgelehnt. Die Situation hat sich nach 1948 umgekehrt. Die Juden wurden zur Mehrheit in Folge der Kriege von 1948 und 1967. Die Juden wurden zur Mehrheit innerhalb des Gebiets namens Israel. Versprechungen von Selbstverwaltung, Teilung und Gebieten für die Araber wurden den Arabern gemacht, genauso wie sie vorher den Juden gemacht worden waren.

Die definitive und historische Lösung ist die, wie sie hier in diesem Weißen Buch vorgeschlagen ist.

Der Zweck dieses Überblicks über die verschiedenen Vorschläge war, daran zu erinnern, dass die Vorstellung von einem einzigen Staat in Palästina stets auf dem Verhandlungstisch gewesen ist. Die Ablehnung dieser Lösung ist der Grund der heutigen Tragödie in unserer Region. Was wir heute vor uns sehen, ist die Alternative zu der Einstaatslösung.


Die Zwei-Staaten-Lösung, Risiken und falsche Vorstellungen:


Ein israelischer Gelehrter, ein Brigadier, der als Militärbefehlshaber in der Westbank von 1974 bis 1976 Dienst tat, hat einmal gesagt, dass es nicht möglich wäre, die Teilung von Palästina oder eine Fremdherrschaft auf israelischen Territorium zu akzeptieren. Er belegte seine Haltung mit den folgenden Tatsachen, die wegen ihrer entscheidenden Natur nicht ignoriert werden können:

Die Westbank ist 50 km breit. Es ist ein gebirgiges Gelände, bis zu 1000 Meter hoch. Es bietet einen Blick auf das lebenswichtige Landesinnere Israels – eine Küstenebene, die nicht mehr als 14-20 km breit ist. 67% der Bevölkerung Israels wohnt in diesem Gebiet. Es beheimatet auch 80% der israelischen Industrie. Die Anwesenheit einer anderen Gruppe in der Westbank stellt eine direkte Bedrohung des israelischen Landesinneren dar. Deswegen kann sie nicht hingenommen werden.

Brigadier Mieer Bael ist eine Taube, ein Mitglied des linken Flügels des Zionismus und des Friedensrats. Er erklärt allerdings kategorisch: "Wir haben ein historisches Recht auf die Westbank. Viele sehen die Westbank als ‘das Herz der jüdischen Nation’. Unser Recht, es zu behalten, wird durch die religiösen und historischen Pflichten und Traditionen, an die alle Israelis glauben, heilig bestimmt."

Dasselbe Argument der lebenswichtigen Sicherheitsgründen wurde von dem Gelehrten und Brigadier Arie Schalev gegen die Aufgabe der Westbank gemacht. "Falls wir die Westbank verlieren würden," schrieb er, "würde die Tiefe Israels zwischen Tulkarm und Netanja nur 15 km sein, und die zwischen Qalqiliya und der Hertzlijaküste nur 14 km. Israel wäre dadurch im Angesicht irgendeiner Bedrohung mangels strategischer Tiefe blossgestellt. Im Falle eines Kriegsausbruchs in der Westbank könnte Israel in zwei oder drei Stücke aufgeteilt werden falls ein arabisches Heer es schaffen würde, die Küste zu erreichen. Er führt weiterhin aus "Selbst ohne Krieg würde Israel der konstanten Bedrohung seitens der Westbank aus geliefert sein. Auch der Israelische Luftraum wäre auf Gedeih und Verderb der Westbank ausgeliefert".

Er sagte ausserdem: "Um die Sicherheit Israels zu gewährleisten, muss die Westbank in drei defensive Stellungen aufgeteilt werden, nämlich das Jordan-Tal, die Gebirgsausläufer von Samaria und die Wüste Judäa. Dazu die hohen Gipfel, die Dschenin, Tubas, Nablus, die Lafuna Anhöhen, Ramallah, Jerusalem, Bethlehem und Tikwa verbinden. Dieses wären zusätzlich zu den befestigten Verteidigungsstellungen im Süden des Gazastreifens. Kein Trennungsbereich zwischen Palästinensern und Israelis könnte eine Sicherheit für Israel darstellen. Im Gegenteil, er würde eine ständige Bedrohung der Sicherheit sein." Er fuhr allerdings fort, dass "die Handlungsweisen Israels die zionistische Idee der Transformation des Landes in einen binationalen Staat vergiftet" haben.


Professor Schalom Evneri sagte: "Der israelisch-palästinensische Streit unterscheidet sich von allen anderen Konflikten des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese waren grundsätzlich Streitigkeiten über Grenzen, trotz der Tatsache, dass einige von ihnen mehr als 100 Jahre andauerten. Der Kern des israelisch-palästinensischen Streits unterscheidet sich jedoch davon. Es ist ein Kampf zwischen zwei Bewegungen, wobei jede Seite glaubt, dass dasselbe Gebiet ihr gehört bzw. einen Teil ihres nationalen Heimatlands konstituiert. Daher glauben die Palästinenser, dass, was heute Israel heißt, ein Teil ihrer Nation ist, selbst wenn sie die Wesbank und das Gazastreifen haben. Dasselbe gilt für die Israelis, die auch glauben, dass die Westbank eigentlich Judäa und Samaria darstellt. Sie sehen dieses Land als ein Stück ihres Heimatlandes, sogar für den Fall, dass dort ein palästinensischer Staat gegründet würde. " Über die Westbank schrieb er:

"Für die Juden ist dies ihr historisches Heimatland, Heim eines ruhmreichen Erbes und das Land der Erlösung. Für die Araber", fuhr Professor Evneri fort, "ist es ihr Land. Sie regierten es als Araber und Muslime seit dem 7. Jahrhundert. Die Mehrheit seiner Einwohner sind muslimische Araber. Es bildet einen Teil der größeren arabischen Heimatwelt, die sich vom Golf bis zum Atlantischen Ozean erstreckt. Daher unterscheidet es sich nicht von Jemen oder Irak." Er führte auch an, dass die Araber dieses Land entweder Palästina oder Südsyrien nennen.

Die zionistische Bewegung nennt es, im Gegensatz hierzu, das Land Israel. In so einer Situation, schreibt er, muss "eine von den zwei Bewegungen (...) die andere zerstören oder es muss ein Kompromiss gefunden werden. Der Kompromiss hier ist die Gründung eines Staats für alle, in dem jede Gruppe das Recht hat, innerhalb des ganzen umstrittenen Landes zu wohnen und wo niemand auf einen Teil des Landes verzichten muss. Die Anerkennung des Rechts palästinensischer Selbstbestimmung bedeutet nicht mehr als die Definition des Bereichs der Aktivität, der ihnen von den Israelis erlaubt wird. Er wendet sich gegen diese Lösung weil sie seiner Meinung nach gar keine Lösung ist. Professor Evneri schreibt auch:

"Ich bin gegen die Gründung eines palästinensischen Staates in der Westbank und im Gazastreifen, weil es nicht möglich ist, eine Million Palästinenser, die östlich des Jordan wohnen, von ihrer palästinensischen Identität zu trennen. Ein Staat Palästina in der Westbank und in Gaza könnte das Flüchtlingsproblem selbst im Libanon und in Syrien nicht lösen. Jede Situation, in der die Mehrheit der Palästinenser in Flüchtlingslagern bleibt und die keine ehrenwerte Lösung innerhalb der historischen Grenzen von Israel/Palästina bietet, ist eigentlich überhaupt keine Lösung.

Die Gründung eines palästinensischen Staats in der Westbank und in Gaza und die Bereitschaft, mit Israel in Frieden zu leben, und sogar unter einer gemäßigten Führung, die anders wäre als die der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), wäre ebenso keine wirkliche Lösung. Solch eine Lösung würde das Flüchtlings- und das Repatriierungsproblem nicht angehen, nicht einmal, um Platz für die Flüchtlinge des Libanons in der Westbank und dem Gazastreifen zu bieten. Es gibt dort einfach nicht genug Raum, um eine solche Anzahl an Flüchtlingen aufzunehmen.

Yahu Schifat Herkabi, ein zionistischer Stratege, Gelehrter und ein auf den arabisch-israelischen Konflikt spezialisierter Universitätsdozent und Verfasser mehrerer Bücher, schreibt: "Die Akzeptierung eines palästinensischen Staats in der Westbank durch die PLO ist für sie nichts anderes als ein taktischer Schritt, um mit Israel abzurechnen. Die PLO wird mehr verlangen. Sie wird weiterhin kämpfen, um ihre weiter gehenden Ziele zu erreichen. Die Annahme eines Staates in der Westbank und in Gaza vertagt lediglich die Fortsetzung des Kampfes in eine spätere Phase.

"Entmilitarisierte Zonen sind eine Erfahrung, die katastrophal gescheitert ist. Kontrolle über sie ist zweifelhaft und Souveränität ist unvollständig. Somit sind sie eine Ursache für Konflikte, nicht für Stabilität.


"Die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staats würde auch dem israelischen Traum von Groß-Israel ein Ende bereiten. Sie würde ebenfalls die Palästinenser dazu zwingen, den Rest von Palästina aufzugeben. Dieser kleine Staat wäre anfällig für eine wachsende Einmischung in seine inneren Angelegenheiten seitens Jordaniens und Israels. Dies würde zwangsläufig zu gewalttätigen Konflikten führen.

Mati Steinberg, Dozent der Hebräischen Universität, schreibt: "Die Übereinstimmung im Übergangsziel der Gründung eines palästinensischen Staates in der Westbank und im Gazastreifen sollte unter keinen Umständen als ein Zugeständnis interpretiert werden, das unser Endziel ersetzt. Solche Art von Einigung ist nichts anderes als eine kurze Phase im Rahmen der unverändert bleibenden gängigen Meinung." Dieser zionistische Dozent fürchtet, dass eine Übereinstimmung über das Recht der Selbstbestimmung, auch für die so genannten Israeli-Araber und die Palästinenser in Jordanien gelten würde.

DIE FUNDAMENTALE HISTORISCHE LÖSUNG "Isratina": Einen Einziger Staat für Juden und Palästinenser:

Grundvoraussetzungen:

Die Heimkehr der palästinensischen Flüchtlinge und Vertriebenen, wo immer sie sind, und soweit sie dies wollen: Es ist nicht akzeptabel, dass Juden, die nicht ursprünglich Bewohner Palästinas waren, und deren Vorfahren nicht ursprünglich aus Palästina stammen, aus dem Ausland immigrieren können, während den Palästinensern, die aus dem Land vor nicht langer Zeit – nach dem Krieg von 1948 – als Flüchtlinge und Vertriebene flüchteten, nicht dasselbe Recht gewährt wird. Die Juden beteuern, dass sie die Palästinenser nicht aus dem Land ausgewiesen haben. Sie behaupten, dass die Palästinenser den Propagandabehauptungen geglaubt haben und deswegen aus ihren Häusern flüchteten. Es genügt festzuhalten, dass einer der bekanntesten Eiferer, Samuel Katz, ein Mitglied der ersten Knesset und Leiter der Herut Bewegung und der Nationalen Militärorganisation Etzel, die Worte Glubb Paschas zitierte: "Die arabischen Staatsbürger wurden von Panik und Terror ergriffen und flüchteten aus ihren Dörfern, ohne auch nur irgendeiner Drohung während des Kriegs ausgesetzt gewesen zu sein."


Katz will hiermit sagen, dass auf diese Weise die Lüge geboren wurde, wonach die Juden die Araber gewaltsam aus ihren Dörfern auswiesen hätten. Er schreibt: "Korrespondenten, die über den 1948 Krieg berichtet haben, und von denen die meisten feindselig gegenüber den Juden eingestellt waren, sprachen vom Fliehen der Araber. Aber sie sagen nicht, dass dieses Fliehen erzwungen war. Sie haben dies nicht einmal angedeutet." Dieser Schreiber gesteht daher ein, dass ein ungewöhnliches Phänomen geschehen war, dass nämlich die Einwohner aus ihren Häusern geflüchtet sind. Er gibt auch zu, dass es in großem Maßstab geschehen ist. Er gesteht weiter ein, dass es eine Massenflucht von Bauern war, die traditionellerweise stark an ihrem Land hängen.

Er notierte auch, dass "die Männer flüchteten, ohne ihre Heime zu verteidigen. Diese groß angelegte, kollektive Massenflucht dieser Palästinenser benötigt eine logische Erklärung." Er zitiert auch die Worte des Berichterstatters der Times in Amman, der schrieb, dass Syrien, Libanon, Ost-Jordanien und Irak mit denjenigen, die aus Israel flüchteten, "gefüllt" waren, und wunderte sich darüber, wie diese flüchteten und warum sie nicht blieben und sich widersetzten. Katz zitiert Emil Al-Ghuri, Sekretär der Arabischen Obersten Autorität, der sich am 17. November 1960 mit den folgenden Worten an das politische Komitee der Vereinigten Nationen wandte: "Es waren die zionistische Terrorakte und die Massenmorde, die die Massenflucht von Arabern aus Palästina verursachten. Die Verbreitung der Lügen hätte im Keim erstickt werden können."

Zweck dieser ausführliche Zitate ist es, zwei Dinge zu betonen. Erstens, die Massenflucht hat stattgefunden. Zweitens gilt es klarzustellen, dass die Gründe hinter der Flucht in der Verbreitung von erschreckenden und unberechtigten Gerüchten über Massaker lagen, die eigentlich gar nicht stattgefunden haben, insbesondere die infamen Ereignisse, die über das Massaker im Dorf Deir Yasin berichtet wurden.

Diese Zitate, die Angaben und das Beweismaterial, das sie enthalten, sind nur ein Teil des riesigen Wissens über dieses Thema. Sie wurden hier in dieses Weiße Buch aufgenommen, um zu ermöglichen, von ihnen im Rahmen unserer Suche nach einer definitiven Lösung zu profitieren. Die Angaben von zionistische Führern, Akademikern und neutralen Beobachtern bestätigen die folgenden Tatsachen:

Erstens, dass die Palästinenser in diesem Land lebten, und dass sie dort bis 1948 und 1967 Heim und Hof besassen.

Zweitens, dass sie dieses Land, ihre Heime und Bauernhöfe, 1948 aus Angst vor Massakern verliessen, ungeachtet der Frage, ob diese Massaker wirklich stattgefunden haben oder nicht.

Drittens, dass prominente Politiker und Akademiker innerhalb der zionistischen Bewegung, einschließlich von Individuen, die sich am Konflikt 1948 beteiligt haben, bestätigen, dass die Juden die Palästinenser weder aus Palästina, noch aus ihren Ländern, noch aus ihren Heimen ausgewiesen haben. Tatsächlich glaubten die Palästinenser den schrecklichen umlaufenden Gerüchte und flüchteten in Panik aus Palästina.

Viertens, dass diejenigen, die flüchteten, eine riesige Gruppe formten, und dass der Auszug in großem Maßstab stattfand.

Dies ist positiv – es wird uns dabei helfen, das Problem zu lösen.

Die Juden, hassen also die Palästinenser nicht. Sie wollen sie nicht aus ihrem Land Palästina ausweisen. Sie haben sich nicht dafür entschieden, sie zu massakrieren, wie die Gerüchte behaupten wollen. Selbst das Massaker von Deir Yasin ist so nicht geschehen. Tatsächlich wurde es von nicht-palästinensischen Arabern begangen, die Palästina attackiert und Krieg gegen die Juden erklärt hatten.

Um eine Lösung dieses Problems zu finden, lassen Sie uns einmal alles das, was im vorherigen Teil aufgeführt wurde, glauben, und wieder von vorn am ursprünglichen Punkt anfangen, und zwar bei der Heimkehr der Palästinenser, die Palästina zwischen 1948 und 1967 verlassen haben. Die Juden betonen, dass sie die Palästinenser nicht aus ihrem Land ausgewiesen haben. Sie flüchteten wegen der Gründe, die wir weiter oben skizziert haben. Das bedeutet logischerweise, dass nicht einmal die Juden, die deren Land besetzt haben, etwas dagegen haben können, dass die Palästinenser dort sind.

Dies ist der Schlüssel zur Lösung des Problems, und zwar die Heimkehr der palästinensischen Flüchtlinge nach Palästina. Diese Maßnahme würde es ermöglichen, dass alles wieder richtig gemacht werden könnte. Das würde eine Implementierung der am 11. Dezember 1948 verabschiedeten UN-Resolution darstellen. Diese Resolution fordert in Paragraph 11 die Heimkehr der Flüchtlinge. Kein Einwand gegen diese Forderung könnte auf legitimer Basis geschehen oder als legales Recht Bestand haben.

Um dieses Problem zu lösen, sollten wir an die Lektionen denken, die wir von der Geschichte gelernt haben. Wie wir schon gesehen haben, belegen das Alte Testament und die Geschichte der Region, dass Palästina aufeinanderfolgende Migrationen von zahlreichen Stämmen und Völkern erlebt hat. Dieses Gebiet war ein Kampfgegenstand für das ganze Land, und nicht nur für einen Teil davon. Die Palästinenser waren die Ureinwohner – der Name Palästina geht auf die Philister zurück – und bis 1948 nannten die Juden und die zionistische Bewegung nannten dieses Land Palästina. Wie wir schon weiter oben gesagt haben, gemäss ihrer eigenen Zeugnisse trugen alle zionistischen Bewegungen, Banken oder jüdischen Institutionen "Palästina" in ihrem Namen, eine Praxis, die bis 1948 anhielt.

Wie bereits weiter oben ausgeführt, und wie es die Geschichte der Region klar macht, darf somit niemand Anspruch auf ganz Palästina erheben, und er darf auch nicht das Recht behaupten, einen Teil Palästinas jemand anderem zu gewähren.

Das zwangsläufige Scheitern der Teilung:

Zwei Nachbarstaaten leben nebeneinander:

  1. Zuerst und vor allem werden dies keine zwei Nachbarstaaten sein, die nebeneinander leben. Sie sind miteinander verflochten, zusammengefügt und überschneiden sich sowohl in demographischer als auch geographischer Hinsicht.

  2. Die Breite des so genannten Staates Israel, wenn ein anderes Land in der Westbank gegründet würde, würde nur 14 km betragen. Die Israelis würden so etwas nie zulassen.

  3. Jede Küstenstadt wäre jedweder Feldartillerie und Artillerie mittlerer Reichweite in der Westbank ausgeliefert.

  4. Siehe die Bemerkungen, die in dem Abschnitt "Zwei Staaten: Gefahren und falsche Vorstellungen" gemacht wurden.

  5. Jede Pufferzone würde eine Quelle von Irritationen der Sicherheit werden und nicht als Sicherheitsfaktor fungieren. Sie würde einen Gegenstand für Kampf um die Kontrolle oder um Vorteile werden. In der internationalen Geschichte haben Pufferzonen seit jeher viele Kriege und Konflikte erzeugt.

  6. Die Palästinenser würden keinen Kleinstaat hinnehmen. Sie wollen ein Land, das bewaffnet ist, so dass es sich selbst verteidigen kann. Sie wollen das Recht haben, sich ebenso wie ihre Nachbarstaaten bewaffnen zu können. Dies ist ein normales und legitimes Recht, gegen das niemand Einwände erheben kann.

  7. Dieses Gebiet als Ganzes, vom Jordan bis zum Mittelmeer, ist in keiner Weise groß genug für zwei Staaten.

  8. Die Westbank und der Gazastreifen sind nicht groß genug, um den Flüchtlingen Platz zu bieten. Sie haben keinen Platz für die Flüchtlinge, die in Libanon und Syrien sind, ganz zu schweigen von denjenigen, die über die ganze Welt verstreut sind.

  9. Es gibt auch das Problem derer, die kürzlich vertrieben wurden. Wohin sollten sie gehen? Die Westbank und der Gazastreifen sind nicht die Gebiete, aus denen diese Leute vertrieben wurden.

  10. Der so genannte Staat Israel ist nicht groß genug, um neuen Immigranten Platz zu bieten.

  11. Assimilation existiert bereits und könnte zum Vorbild für die zwei Gruppen werden, so dass sie sich in einem einzigen Staat assimilieren könnten. Gegenwärtig legt diese existierende Assimilation die Grundlagen, auf die man einen einzelnen Staat gründen könnte.

    Es gibt eine Million Palästinenser in dem so genannten Staat Israel. Sie haben die israelische Staatsangehörigkeit und beteiligen sich mit den Juden am politischen System. Sie bilden ihre eigenen politischen Parteien. Ihre Anzahl wird im Laufe der Zeit von derzeit einer Million auf noch einige Millionen mehr steigen. Das gleiche gilt für die so genannten israelischen Siedlungen in der Westbank und im Gazastreifen.

    Falls die Juden, die hier gegenwärtig leben, einige hunderttausend zählen, so werden sie im Laufe der Zeit auf bald eine Million oder mehr anwachsen. Die Gründung des so genannten Staates Israel geschah 1948 nicht einfach als ein Staat für die Juden. Es gibt auch Christen und orthodoxe Juden, Muslime und muslimische Drusen, Araber und Israelis, Falascha (äthiopische Juden) und andere.

  12. Die Existenz einer jeden Gruppe ist auf die andere angewiesen. Israelische Fabriken sind auf palästinensische Arbeitskräfte angewiesen. Waren und Dienstleistungen werden zwischen den beiden Parteien ausgetauscht.

  13. Der bekannte Zionist Mieer Bael, deren Ansichten weiter oben zitiert werden, wiederholt das Argument: "Jedes Jahr integrieren sich die beiden Gruppen [d.h. die Palästinenser und die Juden] mehr und mehr. Auf der einen Seite wird diese Integration durch die jüdischen Siedlungen in der Westbank und in Gaza hergestellt; auf der anderen Seite wird diese Integriation – seiner Meinung nach – durch die massive Ausdehnung der arabischen Arbeitskräfte auf ganz Israel weiter betrieben.

In jedem neuen Gebäude, das gebaut wird, in jedem besäten Feld, in jeder Fabrik, in der man Arbeiter braucht, in jedem Hotel, Restaurant und kommunalen Putzdienst, und in jedem öffentlichen Versorgungsbetrieb arbeiten täglich Tausende von Palästinensern aus verschiedenen Orten des Landes. Junge Palästinenser aus Nablus, Gaza, Tiba, Galiläa und Hebron arbeiten dort.

Wenn man über diesen Stand der Dinge nachdenkt, sieht man klar, wie ungangbar und unpraktisch es wäre, Palästina in zwei Staaten zu teilen. Unter einer Teilung würde es weder einen Staat Israel noch einen Staat Palästina geben. Diejenigen, die die Teilung von Palästina in zwei Staaten verlangen, sind also entweder unwissend über die Natur der Region und ihre Demographie, oder sie wollen sich einfach von dem Problem befreien und es den Juden und den Palästinensern überlassen. Es kann den Anschein haben, dass wir so das Problem gelöst haben, aber in diesem Falle würden wir unaufrichtig sein: wir hätten nur wenig mehr getan, als die Grundlangen für einen neuen Konflikt zu legen.

Land der Vorväter / Gelobtes Land:

Die Palästinenser sehen die Küstenstädte Akka, Haifa, Jaffa und andere als ihre eigenen Städte, als das Land ihrer Vorväter, das von einer Generation an die nächste weitergereicht wurde. Es ist nicht lange her, dass sie sogar dort lebten und der Beweis hierfür ist, dass sie heute in Flüchtlingslager wohnen. Woher kommen denn die Einwohner der Flüchtlingslager der Westbank und des Gazastreifens? Sie kommen nicht aus der Westbank oder dem Gazastreifen, sondern flüchteten nach dem Krieg von 1948 dorthin.

Diese Manschen werden nie weniger als das Land ihrer Vorväter akzeptieren, das sie in 1948 verlassen haben. Und was wird aus den Flüchtlingen, die in den Flüchtlingslagern in Libanon und Syrien leben? Wo ist ihr Land, das Land ihrer Vorväter? Und was wird aus den Palästinensern in der Diaspora? Was die Juden anbelangt, glauben sie, dass die Westbank ihr heiliges Territorium ist, wenn nicht gar das Herz der jüdischen Nation. Sie nennen es nicht die Westbank, sondern Judäa und Samaria. Wie könnte man einem Volk das Land seiner Vorväter vorenthalten? Wie könnte man einem Volk das Land vorenthalten, das sie für heilig halten?

Der zionistische Gelehrte Alov Harabin schreibt, dass das Problem im Konflikt zwischen zwei Völkern liegt, die beide um den Besitz desselben Stücks Land streiten. Chaim Weizmann sagte es in seiner berühmten Phrase in den 1930 Jahren: "Das Problem ist, dass beide Seiten Recht haben".

Wie könnte man das Eine durch das Andere ersetzen? Es ist einfach nicht möglich. Noch wäre es erlaubt, dies zu versuchen. Die Juden, besonders die religiösen unter ihnen, würden keinen Ersatz für ihr Land annehmen, das in ihrem Glauben heilig ist. Und die Palästinenser, besonders die Befürworter einer harten Linie unter ihnen, würden auch keinen Ersatz für das Land ihrer Vorväter annehmen. Falls zwei Kleinstaaten gegründet würden, so würde jede Gruppe weiterhin gegen die andere kämpften.
Die Palästinenser werden dies tun, um in dem Land ihrer Vorväter zu leben, während die Juden weiterhin für ihr Gelobtes Land kämpfen werden.

Die Lösung liegt also in gleicher Weise in der sinnvollen Verwendung der Umstände sowie in der historischen Realität der Situation. Das sollte zur Gründung des Staates "Isratina" hinführen, einer Heimat sowohl für die Palästinenser als auch für die Israelis. Dies würde es den beiden Gruppen ermöglichen, zu leben und hinzuziehen, wohin sie wollen. Derjenige der glaubt, dass die Westbank sein Land ist, könnte dort leben oder dorthin reisen, soviel er wollte. Er könnte es auch Judäa und Samaria nennen, wenn er das will. Ebenso könnte ein Palästinenser in die Küstenstädte Akka, Haifa, Jaffa, Tel Aviv oder Jadual reisen oder dort leben. Dies würde alles wieder so herstellen, wie es einmal war.

Auf diese Weise würde man die Ungerechtigkeit und die Aberkennungen beenden. Es gibt keine geschichtliche Feindschaft zwischen den Arabern und den Juden. Geschichtlich war einzig die Feindseligkeit zwischen den Juden und den Römern in früherer Zeit und vor nicht allzu langer Zeit zwischen den Juden und den Europäern.

Nach einer langen Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung durch die Römer und Europas Könige und nach ihrer Ausweisung aus Andalusien waren es die Araber, die die Gastgeber der Juden waren, die ihnen Beistand und Unterstützung gegeben haben.

Alov Harabin, der zionistische Gelehrte, den wir weiter oben zitiert haben, schreibt: "Die Palästinenser sagen, `Warum müssen wir allein den Preis der Judenverfolgung in Europa zahlen?´ Das beweist, dass die Palästinenser die Juden nie verfolgt haben. Die Juden sagen, `Wir haben die Palästinenser nicht aus ihrem Land ausgewiesen´ und `Es waren die nicht-palästinensischen Araber, die 1948 den Krieg erklärten´.

Dies stellt einen positiven Beweis dar, den man gewiss im Interesse der Lösung anwenden kann, die durch die Gründung eines einzigen Staates beide Gruppen integriert.

Alov fügt an, "Der Zusammenstoß der Israelis und der Palästinenser ist ein Zusammenstoß von zwei Völkern, die grausame und schmerzvolle Tragödien erlebt haben, während andere Parteien so taten, als ob sie es nicht bemerkten." Nachdem er den Palästinensern die Schuld an der Ablehnung der Juden nach ihrer Verfolgung in Europa gibt, fügt er weiter an: "Die Palästinenser haben zweifellos ihre Gründe für diese Haltung. Wo hat man je von einem Volk gehört, das seine Tore geöffnet hat, um ein anderes Volk zu empfangen und das aus eigenem Willen auf einen Teil seines Landes verzichtet hat, um es anderen Leuten zu ermöglichen, ihr eigenes Dasein zu begründen?" Alov spricht hier von der Reaktion der Palästinenser auf die jüdische Emigration nach Palästina, auf Juden, die Palästina nicht kannten und zu einer Zeit, als andere Territorien, wie zum Beispiel Uganda und Argentinien, potentielle Kandidaten waren.

SCHLUSSFOLGERUNGEN:

  1. Das Landgebiet ist zu klein für zwei Nachbarstaaten.

  2. Zwei Staaten würden in Konflikt geraten, denn jeder der beiden kleinen Staaten würde den anderen als Teil des eigenen empfinden und beide kleinen Staaten würde sich durch den jeweils andreren bedroht fühlen.

  3. Keiner der beiden Staaten würde jüdische Emigranten und palästinensische Flüchtlinge integrieren können.

  4. Jede Gruppe hat Siedlungen im Land der jeweils anderen.

    Mindestens eine Million Palästinenser leben in dem so genannten Staat Israel, und ungefähr mindestens eine halbe Million Israelis wohnen in der Westbank und dem Gazastreifen. Es gibt dort auch andere Sekten wie Drusen, Christen und Muslime. Dieses Gebiet ist ein Muster an Integration und Koexistenz.

  5. Die Arbeiter in israelischen Fabriken sind Palästinenser.

  6. Es herrscht gegenseitige Abhängigkeit, wenn nicht Integration, in Bezug auf Waren und Dienstleistungen.

Endanmerkungen:

  1. Heimkehr der palästinensischen Flüchtlinge und von vertriebenen Personen in ihre Heimat

  2. Ein einziger Bundesstaat. Libanon ist ein gutes Vorbild.

  3. Freie Wahl unter UN-Aufsicht während des ersten und zweiten Mals

  4. Entfernung von Massenvernichtungswaffen aus dem neuen Staat und, falls es sie gibt, aus dem gesamten Nahen Osten

  5. Konflikte im Nahen Osten würden sodann enden. Der neue Staat würde wie Libanon sein. Dieser Staat würde Anerkennung finden und könnte sogar in die Arabische Liga eintreten.

Manche werden Einwände gegen den Namen erheben. Solche oberflächlichen Einwände helfen nicht; sie können sogar schädlich sein. Befürworter solcher Einwände gründen ihre Argumente auf irrationale und emotionale Faktoren. Man muss hier abwägen zwischen jüdischer Sicherheit, in der die Juden zusammen mit den Palästinensern in Frieden leben und dem Festhalten am Namen und dadurch die Gefährdung der Sicherheit der Juden und des Friedens im Nahen Osten und in der ganzen Welt.

Wir sollten nicht weiter auf die Stimme der alten Garde oder auf die Mentalität des Zweiten Weltkriegs hören. Stattdessen sollten wir auf die Stimme der Jugend, der Globalisierungsgeneration, der Generation der Zukunft hören.

Es ist diese alte Mentalität, die die jetzige Tragödie verursacht hat.

Ein ausschließender Staat würde unzweifelhaft arabischer und islamischer Bedrohung ausgesetzt sein. Ein integrierter Staat, der Muslimen und Juden, Araber und Israelis einschließt, würde sich keine solchen Sorgen machen müssen.

Seit 1967 hat sich de facto ein Isratinischer (israelisch-palästinensisch) Staat gebildet. Sogar die Angriffe der Guerillakämpfer, der "Fedajin", kam von außerhalb der Grenzen dieses Staates.

Die heutigen Angriffe der "Fedajin" werden nicht von den Arabern von 1948 ausgeführt, sondern von Palästinensern, die nicht zu den so genannten Israeli-Arabern gehören. Dies ist ein klares Beispiel für den Erfolg eines einzigen, integrierten Bundesstaats – Isratina.
 


Comments

03/24/2017 2:03am

I'm going to start a serious blog that will eventually hold a great deal of content. I am a graphic designer, and my husband does my web programming, so this is for reals (haha, yes I just said that). That being said, I've already started collecting my content and writing entries, but just how much content should a brand new blog have when you "unveil" it to the world (ideally)?. . Thanks :).

Reply

The country, named Israel shouldn't really exist. It's been called Palestine for thousands of years and it goes against religious values. Even if they partitioned, Israel conquered, sorry, took much more land than they were awarded initially. And they have to be battled against.

Reply



Leave a Reply