Die Spiele im Jahre 1970 haben zum Krieg zwischen El Salvador und Honduras geführt, in dem mehr als 30,000 Menschen getötet oder verletzt wurden. Das hat eine Wunde hinterlassen, die nie heilen wird.

Die Weltmeisterschaft wurde zu einem Wirtschaftsunternehmen, diktiert von Ausbeutung und Erpressung anstatt von Sport und Unterhaltung.
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03.06.2006 - Die Fussballweltmeisterschaft sollte einen internationalen Charakter zu erkennen geben. Sie ist nicht im Besitz eines bestimmten Staates oder einer Gruppe von Staaten. 
Als solche hat niemand das Recht, sie zu monopolisieren, auszubeuten oder so umzugestalten wie es demjenigen von Nutzen sein könnte. Allerdings ist das genau der derzeitige Zustand der Fussballweltmeisterschaft.

Sie gehört nicht allen Staaten. Sie wird monopolisiert, wird aufs gröbste ausgebeutet und ist vorsätzlich umgestaltet worden, um den Interessen der Staaten zu dienen, die sie monopolisieren. Vorgeblich wurde die Fussballweltmeisterschaft erschaffen, um den Menschen ein soziales und psychologische Vergnügen zu bereiten. Jedoch hat die Weltmeisterschaft das genaue Gegenteil davon erreicht....

Als erstes, hüten Sie sich vor den tödlichen Krankheiten, die die Weltmeisterschaft mit sich bringt! Medizinische Untersuchungen haben gezeigt und werden zukünftig zeigen, dass die Menschen, die eine Fußballmanie haben, und jene die süchtig nach dem Spiel sind, bezüglich psychologischer Störungen und Nervenkrankheiten stark gefährdet sind. Die daraus resultierenden Störungen sind die massgeblichen Ursachen für Herzanfälle, Schlaganfälle, Diabetes, Bluthochdruck und vorzeitige Alterung. Aufgrund von zu häufigem Gebrauch dieser Technologie hat sich die menschliche körperliche Aktivität vermindert. Die Menschen sind teilnahmsloser, fauler und fettleibiger geworden.

Gleichzeitig wurde der Sport, der eine persönliche Aktivität sein sollte, die nicht an andere abgegeben werden kann (wie Gebete, oder kollektive Aktivitäten) von den Massen ausgeübt (Massensport*) und in eine ausbeuterische Aktivität verwandelt, die von der reichen dominanten Elite monopolisiert wird, wie eben die Fussballweltmeisterschaft. Die Massen wurden darauf reduziert, die Rolle des idiotischen Zuschauers einzunehmen

Zweitens: Hüten Sie sich vor dem Hass, dem Rassismus und der Feindschaft die bei Fussballspielen ausbricht. Jener Mann, der die ursprüngliche Idee besaß, hatte sich den gegenteiligen Effekt erhofft. Wäre er noch am Leben, würde er der Erste sein, der die Abschaffung der Fussballweltmeisterschaft fordere.

Die Hoffnung war, dass die Fussballweltmeisterschaft Harmonie zwischen den Menschen schaffen und zu einem gewissen Grad Entspannung mit sich bringen würde. Was jedoch eingetreten ist, ist die Ausbreitung und Vertiefung von Hass, sogar unter Freunden. Feindschaft zwischen Menschen wurde geboren. Die Spiele im Jahre 1970 haben zum Krieg zwischen El Salvador und Honduras geführt, in dem mehr als 30,000 Menschen getötet oder verletzt wurden. Das hat eine Wunde hinterlassen, die nie heilen wird.

Die Weltmeisterschaft wurde zu einem Wirtschaftsunternehmen, diktiert von Ausbeutung und Erpressung anstatt von Sport und Unterhaltung.

Danach wurde sie eine korrupte und korrumpierende Unternehmung. Im Namen der Fussballweltmeisterschaft wurde Geld gewaschen und Reisepässen wurden manipuliert.

Fiktive Spiele wurden abgehalten, um Geld zu machen mit dem Verkauf überhöhter Ticketpreise. Die Korruption erreichte das Niveau von Morddrohungen, körperlicher Gewalt und verheerenden finanziellen und materiellen Verlusten für all diejenigen, die versuchten, die Korruption aufzudecken und die Akten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dann wurde aus der Fussballweltmeisterschaft ein Sklavenmarkt.

Das Handeln mit Menschen wurde eine weit verbreitete und öffentliche Praxis.

Spieler wurden von einem Land zum anderen gebracht und verkauft. Die Jugend der armen Länder wurde der Sklave der Reichen. Die Sklaverei und der Handel mit Menschen - von Afrika nach Europa und Amerika und von Lateinamerika nach Europa - sind mit Hilfe der Fussballweltmeisterschaft wieder zum Leben erweckt worden. Eine solche Demütigung gegenüber jungen Männern konnte nur deshalb geschehen, weil sie arm sind und weil sie aus armen afrikanischen, lateinamerikanischen und einigen asiatische Ländern stammen.

Aus diesem Grund konnten sie in die Sklavenlager der Clubs der Reichen verschifft werden. Die Vereine, die die FIFA bestücken sind Vereine der Reichen. Die Länder, die die FIFA kontrollieren und die Fussballweltmeisterschaft ausrichten, sind alleinig die reichen Länder.

Die armen Länder dürfen nicht mal im Traum daran denken, die Ehre haben zu können, ein solches Ereignis auszurichten. Selbst wenn diese Länder solche Ereignisse ausrichten wollten, auch wenn sie ihr ganzes Hab und Gut dafür gäben, diese Ehre zu haben, und sogar den Präsidenten und die Führung der FIFA auf Knien anfliehen, sie werden nie die Ehre haben.

Und warum?!! Weil von denen, die Spiele ausrichten wollen verlangt wird, dass die Sportplätze der Weltmeisterschaft einem bestimmten Standart entsprechen, der nur den reichen Ländern vorenthalten ist.

Es wird auch ein bestimmter Standart von Infrastruktur verlangt. Die meisten Länder der Dritten Welt leiden unter der Unzulänglichkeit ihrer Infrastruktur in den Bereichen Kommunikation, Transportwesen, Flughäfen, Seehäfen, Hotels, etc. All diese Umstände haben die Ausrichtung der Fussballweltmeisterschaft natürlich zum Monopol alleinig der reichen Länder gemacht. Deshalb ist die Fussballweltmeisterschaft weder international, noch gehört sie allen Menschen.

Die Fussballweltmeisterschaft hat die extreme Rechte und rassistischen Neigungen in der Welt gestärkt. Der unwiderlegbare Beweis dafür ist die Tatsache, dass die Interessensverbände, die die Sportclubs unterstützen, rassistische Verbände der extremen Rechten sind. Wo ist das Gewissen der Welt?

Das Gewissen der Welt muss wachgerüttelt werden. Wenn die Billionen von Dollar, die heute für die sinnentleerte Fussballweltmeisterschaft hinausgeworfen werden, auf die Verbesserung des Lebensstandards armer Menschen verwendet würden, um Armut und Krankheiten zu bekämpfen und die Umwelt zu bewahren, wäre das für uns alle besser als die Geldverschwendung von Billionen an Sport- und Weltmeisterschaftswetten. Es ist zu erwarten, dass im Jahre 2006 das Volumen der Sportwetten ca. 250 Billionen US Dollar überschreiten wird.

Im Jahre 2004 betrug das Volumen der Sportwetten bereits mehr als 200 Billionen US Dollar. Die Skandalgeschichten und die Korruption dieses Spiels werden in einem Buch des britischen Journalisten Andrew Jennings ans Tageslicht gebracht werden. Einige wurden bereits von dem European Independent Report aufgedeckt.

Das Monopoly reicht bereits in Bereiche der Senderechte der Spiele für Radio und Fernsehen herein. Die Armen werden ihnen nicht beiwohnen können, sie nicht im Fernsehen sehen und sie nicht im Radio hören können. Sie werden noch nicht einmal darüber lesen können. Nur die Reichen werden die Spiele genießen dürfen.

Die Lösung: Jedes Land soll das Recht haben, einige Fussballweltmeisterschaftsspiele auszurichten und zwar auf der Basis seiner Leistungsfähigkeit, ohne die ungerechten Richtlinien, die der Fussballweltmeisterschaft von der FIFA auferlegt worden sind.
Die Spiele sollten unter den Staaten einer bestimmten Region oder Erdteil verteilt werden. Die Verteilung sollte vom Leistungsvermögen der jeweiligen Staaten abhängen. Diese Lösung würde zu folgenden Vorteilen / Vergünstigungen führen:

1. Eine Großzahl von Nationen wird das Spiel direkt genießen können.
2. Die zunehmende Anzahl der Gastländer wird einen Zuwachs in der der Zahl der Stadionbesucher mit sich bringen.
3. Die armen Völker, denen als Resultat des ungerechten und korrupten Systems der Fussballweltmeisterschaft das Vergnügen vorenthalten ist, (und immer sein wird), hegen Gefühle von Ungerechtigkeit, Unfairness und Verbitterung. Die vorgeschlagene Lösung wird diese Gefühle verschwinden lassen.

Dies wird helfen, das positive soziale Ziel der Fussballweltmeisterschaft zu erreichen – ganz so wie es sich ihr Gründer, der Franzose Jules Rimet, vorgestellt hat.
4. Die Einnahmen für die FIFA erhöhen sich.
5. Die Gewinne sowie die Verluste, die auftreten können, werden auf eine Anzahl von Staaten verteilt.
6. Die Vermeidung von Verwirrungen, des Scheiterns oder der Unterbrechung der Fussballweltmeisterschaft aufgrund eines unvorhersehbaren Notfalls,
wie zum Beispiel einer Naturkatastrophe oder des Todes des Staatsoberhaupts des Gastlandes.
7. Die Möglichkeit für die armen Staaten, aus den Fonds der FIFA Nutzen ziehen zu können, um ihre Infrastruktur zu modernisieren, zumindest im Bereich des Sports.

Dies wäre ein Unterschied zur momentanen Situation, in der die FIFA alle hinter das Licht führt und nur einen winzigen Prozentsatz ihres Geldes für die armen Länder ausgibt.

Gleichzeitig wirft die FIFA Billionen von US Dollars für bekannte und unbekannten Zwecke mit beiden Händen zum Fenster raus. Hierzu gehören Zwecke die den Interessen der Spekulanten, der Ausbeuter, der Erpresser und derer, die mit allem und jedem handeln, dienen.

Sich auf die Entfernung zu berufen ist ein dürftiges Argument. Die Spiele der Fussballweltmeisterschaft finden in Stätten innerhalb der Gastländer statt, die weiter voneinander entfernt liegen – in Entfernung und Zeit – als manche benachbarten Staaten in derselben Region.

Um dieses Argument zu widerlegen, sei nur daran zu erinnern, dass die Spiele der Fussballweltmeisterschaft des Jahres 2006 in 12 Städten Deutschlands stattgefunden haben. Die Entfernung zwischen einer Stadt und der anderen war manchmal größer als die Entfernung zwischen Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern. Die Entfernung zwischen Hamburg und München ist größer als 800 km, und die zwischen München und Berlin größer als 500 km und so weiter.

Was würde denn verhindern, dass die Fussballweltmeisterschaft in mehreren Staaten, die in ähnlicher Entfernung liegen, stattfindet? Amerika hat die im Jahre 1994 stattgefundene Fussballweltmeisterschaft ausgerichtet. Die Spiele wurden in Städten abgehalten, die Tausende von Kilometern voneinander entfernt sind, wie zum Beispiel Boston und Dallas, Boston und Stanford und Orlando und Boston. Der Zeitunterschied zwischen ihnen betrug einige Stunden.

Könnte es im schlimmsten Falle nicht so geregelt werden, dass der Champion die darauffolgende Fussballweltmeisterschaft ausrichtet? Somit hätte die Konkurrenz in der Weltmeisterschaft einen bestimmten Sinn, nämlich, dass der Champion ein unbestrittenes Recht haben wird, die folgende Fussballweltmeisterschaft auszurichten.

Das ist die Lösung. Andernfalls sollte man die Fussballweltmeisterschaften abschaffen, vor allem im Hinblick auf die große Gefahr, die sie der Welt aufbürdet - moralisch und psychologisch. Sie erzeugt Probleme, Schwierigkeiten, Verwirrung, Hass und Feindschaft. Sie verursacht die Ausbreitung von degeneriertem Verhalten und kollektiver Hemmungslosigkeit und Unverantwortlichkeit. Sozialpsychologische Untersuchungen haben bewiesen dass die manischen, fanatischen Fussballsüchtigen unter dem normalen Durchschnitt in der intellektuellen Aufnahmefähigkeit und der psychologischen Entwicklung liegen.

Herr Blatter ist ein besonnener Mann. Er selbst ist nicht korrupt.

Ich respektiere ihn. Wir sind jedoch nicht sicher ob er die Kraft hat, die Fussballweltmeisterschaft zu reformieren oder wenn nicht, sie abzuschaffen.

*Sport, Reitkunst und die Bühne
(Der Grüne Buch, Kapitel III)

 


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