Al Gaddafi spricht - DER BRUDER-REVOLUTIONSFÜHRERS SPRICHT ZU DER FALKULTÄT UND DEN STUDENTEN DER UNIVERSITAT VON CAMBRIDGE
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22.10.2007 - Im name Gottes,

Guten Abend geehrte Professoren und meine lieben Studenten der Universität von Cambridge.

Danke für die Einladung um hier zu sprechen. Vor einigen Monaten habe ich eine ähnliche Einladung von der Universität von Oxford bekommen. Ich sprach zu den Studenten über einer Satellitenverbindung. Es ist meine Ehre, heute auf gleicher Weise mit euch zu sprechen.

Ich bin sehr erfreut darüber, dass gut etablierte Universitäten wie diese und die von Oxford, sowie Studenten von Universitäten auf der ganzen Welt, grosses Interesse zeigen an den wichtigen Themen die unsere Zeit und unser Leben bestimmen. Unsere Welt wirft viele Fragen auf. Obwohl sie weit von uns entfernt sein mögen, können sie unser Leben, positiv oder negativ beinflussen.

Wie man zu sagen pflegt, die Welt wird zu einem “single village.” Dieses “global village” muss sich organisieren. Seine Einwohner müssen in Frieden und Harmonie leben können und miteinander kooperieren anstatt sich zu bekämpfen und dieses einzigartige “village” zu gefärden. Wenn wir die Galaxie betrachten, wird uns bewusst, dass unser Solarsystem ein kleiner Bruchteil im endlosen Universum ist. Sogar in unserer Galaxie ist unser Solarsystem winzig klein. Dennoch sind wir die einzige bekannte intelligente Lebensform im Universum. Es ist besorgnisserregend, dass die einzige intelligente Spezie nicht in Frieden leben kann und unseren kleinen Planeten mit der Vernichtung bedroht?

I glaube dass diese Befürchtung zunimmt. Euer Wunsch mich hier sprechen zu lassen zeugt davon, dass Menschen sich näher kommen müssen um sich zu verständigen und um Probleme zu lösen. Die Beschaffenheit der Zeit in der wir leben mit seiner Informations – und Kommunikationsrevolution, hat die Entfernungen verringert. Jedes Ereigniss, ungeachtet seiner Entfernung, hat Auswirkungen auf uns alle.

Ich werde jetzt einige der wichtigsten Themen ansprechen.

Am 27sten diesen Monats wird eine internationale Konferenz in Sert, Lybien stattfinden, um eine Lösung des Darfurproblems zu finden. Ich möchte dieses Problem, dass inzwischen Grund zur Besorgniss für die ganze Welt ist, ansprechen. Ich glaube es ist wichtig, dass ich meine Gesichtspunkte mit euch, der zukünftigen Elite, teile. Ich bin zuversichtlich, dass ihr meine Ansichten den Medien und der Weltöffentlichkeit übermitteln werdet. Ich bin überzeugt, dass wie viele Probleme in Afrika, Darfur eine Stammesproblematik zugrunde liegt. Es mag vielleicht überraschend und kurios klingen wenn ich euch sage, dass alles mit einer Meinungsverschiedenheit über ein Kamel anfing und nun ist es ein internationaler Streitfall geworden.

Es gibt tausende von Stämmen in Afrika und sie streiten um Wasser und Weideland. Der afrikanische Kontinent wurde in 50 Staaten geteilt und Stämme wurden auf verschiedene Länder zersplittert. Nun wollen sie sich wieder vereinen und die Probleme sind endloss. Mit dem Fortschritt werden diese Probleme zu einem Ende kommen. Wenn die afrikanischen Menschen ihre primitiven Lebensformen überwinden haben, werden die tribalen Auseinandersetzungen aufhören. Man hat den Fehler begangen, diese Stammeskonflikte zu politisieren. Die Darfurfrage ist politisiert worden. Eine Meinungsverschiedenheit über ein Kamel ist zu einem internationalen Streitfall geworden. Viele solcher Probleme fingen mal an und kamen zu einem Ende ohne dass wir jemals wussten worum es ging. Warum wurde nun das Darfurproblem politisiert und internationalisiert?

Hier spielen die Welmächte und ihre Erdölambitionen eine entscheidende Rolle. Sie sind die Ursache für diese Eskalation. So wird ein Bedarf nach internationalen Truppen geschaffen - diese Truppen der Weltmächte können dann das Erdöl ausbeuten. Die Mächte die wirtschaftliche und strategische interessen in der Region haben, sind die Drahtzieher im Darfur Konflikt. Vielleicht haben sie dass noch nicht gehört. Deshalb ist es wichtig, dass Sie dass von mir hören.

Ich kenne Afrika, ich habe es weitläufig bereist. Ich bin mit seinen Staaten, Grenzen und Stämme vertraut. Ich habe mehr als 20’000 Kilometer zurückgelegt. Ich habe Bauern auf ihren Feldern getroffen, Hirten auf ihren Weiden gesehen und Leute in ihren Hütten besucht. Ich kenne ihre Lebensweise. Ich verfolge die afrikanische Problematik und Entwicklung seit den Zeiten von Kenyata, Nasser und Haile Silasse. Keiner der Gegenwärtigen Stattsoberhäupte kannte diese Männer. Ich verfolge afrikas Probleme seit deren Zeiten.

Stammesprobleme ereignen sich und kommen zu einem Ende solange sie nicht internatonalisiert werden. Nun werden diese tribalen Probleme aufgegriffen und internationalisiert. Keine Tribale Angelegenheit darf in Afrika politisiert oder internationalisiert werden weil das schwehrwiegende Folgen hat.

Der Ursprung der Darfurproblematik ist weder politisch, noch sozial, noch wirtschaftlich. Es ist ganz einfach ein lokales Problem zwischen Bauern und Hirten. Bauern und Hirten geraten sich überall auf der Welt in die Haare. Ihre Differenzen hätte man durch lokale oder tribale Vermittler lösen können. Die Stämme haben ihre eigenen Traditionen und Gebräuche.

Vielleicht ist euch nicht bekannt, dass Darfur, obwohl es zu Sudan gehört, seine eigenen Könige und Sultane hat. Es gibt viele Königreiche und Sultanate in der sudanesischen Republik.

So sieht unser afrikanisches tribales Gefühge aus. Es ist ein handfestes und würdiges soziales System. Wäre die Angelegenheit in den Händen der lokalen Könige und Sultane geblieben, wäre sie schon gelöst worden. Das Eingreifen regionaler und internationaler Interessen paralysiert das lokale soziale Gefühge, dass sonst in der Lage wäre das Problem zu lösen.

Es gibt viele arme und hungernde Menschen im Darfur. Als sich das Darfurproblem internationalisierte, begannen internationale Organisationen und Länder Hilfegüter zu schicken. Die armen Einwohner waren erleichtert und dankten Gott, dass sie ein Problem internationalen Ausmasses haben, weil Sie weiterhin Hilfeleistungen bekommen werden. Wir haben zur Verewigung des Problems beigetragen. Die internationale Hilfe hat die Situation verschlimmert.

Die Menschen verlassen ihre Dörfer um in Auffanglager zu wohnen. Sie tun als ob der Krieg und die herrschende Gewalt sie dazu gezwungen hat, in Flüchtlingslager zu ziehen. Die Wahrheit sieht anders aus. Sie kommen nur um die Hilfegüter von der UN und den Welthilfeorganisationen zu beziehen. Tagsüber kommen sie um die Nahrungsmittel und die Bekleidung entgegen zu nehmen, Nachts gehen sie zu den Lagern zurück die ausschliesslich für die Entgegennahme von Hilfsgütern geschaffen wurden.

Die Menschen hoffe, dass sich das Darfurproblem nie lösen wird. Eine Lösung würde das Ende der Hilfeleistungen bedeuten. Sie möchten dass die Hilfeleistungen weitergehen. Wer hat diesen Teufelskreis ermöglicht? Wir waren es. Hätte man keine Hilfeleistungen erbracht, hätte man Darfur aleine gelassen, hätten wir jetzt keine Flüchtlingslager, die die Voraussetzung für den Empfang von Hilfsgütern sind. Manche profitieren vom Anhalten des Darfurptoblems und der Hilfsgüter.

Manche lokale Anführer waren soweit unbekannt. Wenn ein örtlicher Lehrer, Staatsangestellter oder junger Offizier plötzlich die Gelegenheit hat vor einem internationalen Fernsehsender über seinen Stamm oder Rebellenbewegungen zu sprechen, wird das als perönlicher Ruhm empfunden. Dieser oberflächige Ruhm ist ein Anzeichen von geistiger Verwirrung. Dieser unbekannte hat nun die Gelegenheit vor der Kamera über die Verdrängten, die Ausgenutzten und die Unterdrückten zu sprechen.

Das sind blose Klischees. Verdrängung, Unterentwicklung und Armut gibt es nicht nur in Darfur. Sie sind Teil des Alltags in einer Dritten Welt, deren Unterentwicklung vom Kolonialismus geprägt ist. Plötzlich wird dieser unbekannte Sprecher zum Anführer. Er wird angefleht an Verhandlungen teilzunehmen.

Dieser Mensch wird keine Lösung willkommen heissen. Sollte sich eine Lösung finden, würde er verschwinden. Er würde nicht mehr von der Welt wahrgenommen werden und von Land zu Land reisen können um vor dem europäischem Parlament oder dem amerikanischen Kongrss vorsprechen zu können.

Er würde nicht mehr vor der Kamera befragt werden und die Nachtrichten über ihn würden nicht über Sateliten ausgestrahlt werden. Dieser Mensch wird sich ein andauerndes Darfurproblem wünschen um in seinem oberflächigem Ruhm zu verharren.

Deswegen bin ich der Ansicht, dass man solche Stammesprobleme ignorieren sollte. Sie dürfen weder politisiert noch internationalisiert werden. Lasse die Stämme kämpfen, am Ende werden Sie eine Lösung finden. Wie zuvor erwähnt, haben sie ihre Sultane und Anführer. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Stämme Auseinandersetzungen haben. Sie haben immer zu Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten. Diese werden auch lokal gelöst und die Welt erfährt selten was davon, es sei denn, sie werden politisiert und internationalisiert.

Das Darfurproblem hat keinen rassistieschen Ursprung zwischen Schwarzen und Weissen oder Araber und Afrikaner. Araber sind Afrikaner. Die sudanesischen Araber sind Afrikaner. Ich kenne diese Stämme. Man kennt die Haupstämme. Es ist nicht möglich zwischen Arabern und nicht Arabern bei den Masalit, Ruzeiqat, Zagawa oder Furstämmen zu unterscheiden. Es ist unmöglich dies zu tun. Sie heiraten untereinander.

Sie sind alle muslimische Sunis. Sie sprechen alle arabisch. Alle verstehen die lokalen Dialekte. Es gibt wirklich kein Unterschied zwischen den sogenannten Arabern und Nicht-Arabern oder zwischen den Schwarzen und Nicht-Schwarzen. Sie sind vollkommen integriert. Es ist wirklich unmöglich sie auseinanderzuhalten. Der Masalitstamm kommt ursprünglich von der Stadt Meslata in Lybien. Sie werden als Afrikaner gesehen, obwohl sie arabischer Herkunft sind.

Sie sind von Lybien ausgewandert. Es gibt abertausende vom Zagawastamm in Lybien, in Chad und Sudan. Die ganze Gegend ist voll integriert. Der Ruzeiqatstamm lebt im Norden und Süden des Darfurs. Man kann sie weder als Araber oder Nicht-Araber ansehen, oder gar als Afrikaner oder Nicht-Afrikaner einstufen. So sieht die Wirklichkeit hier aus.

Es gibt eine Auseinandersetzung zwischen zwei Grossmächte, nämlich Amerika und China. Beide wollen ihren Einfluss über diese erdölreiche Gegend, geltend machen. Das ist sehr gefärlich. Alle imperialistischen Mächte wollen in dieser Gegend Fuss fassen um ihre Ambitionen zu verwirklichen. Sie wünschen sich das die Situation sich verschlächtert, damit sie ihre Truppen hinbringen können; als Friendtruppen getarnt. Dies ist auch sehr gefährlich. Das Verhalten der Grossmächte ist unmoralisch und es bedarf einer Verurteilung. Es liegt imWesen der Imperien expansionistische Ambitionen zu haben. Wir müssen uns immer Bewust bleiben über diese imperialistischen Ambitionen.


Das wollte ich über dem Darfur sagen. Da waren andere Fragen die ich hätte ansprechen sollen, wie der Konflikt im mittleren Osten und die Palestinenserfrage.

Ich wollte euch noch sagen, dass ich Geschichte studiert habe und dass ich die Geschichte und die Leute dieser Gegend gut kenne. Die Palestinenser und die Israelis sind verwandt. Sie haben die gleichen Vorfahren. Sie sind Semiten. Arabisch und Hebräisch sind verwandte Sprachen. Das Land dass sich Palestina oder Israel nennt ist ihr gemeinsames Vaterland.

Palästinenser und Israelis können da leben. Keiner der beiden kann den alleinigen Anspruch auf das Land zwischen Jordanfluss und dem Mittelmeer erheben. Keiner der beiden hat das Recht, unilateral einen Staat auszurufen. Das ist der Grund warum die Araber Israel nicht anerkennen. Israel hat unilateral einen Staat auf umstrittenes Land gegründet. Keine einzelne Gruppe hat das Recht das Land für sich in Anspruch zu nehmen und es einen Namen zu geben. Dies ist falsch und es ist auch der Grund für die Nichtanerkennung jenes Staates.

Der Sachverhalt ist ähnlich wie auf Zypern. Als die türkische Republik von Zypern ausgerufen wurde, hat sie niemand anerkannt mit Ausnahme von der Türkei. Die türkischen Zyprioten und die griechischen Zyprioten sind die Einwohner von Zypern. Es ist ihr gemeinsames Vaterland.

Keiner der beiden hat das Recht ihren eigenen Staat auszurufen und es ihren Namen zu geben. Somit wurden sie von keinem Land anerkannt. Bedauernswerterweise wurde Israel anerkannt. Es darf nur einen Massstab geben. Die Nichtanerkennung der Türkischen Republik von Zypern muss auch die Nichtanerkennung eines Staates, dass auf dem umstrittenen Boden Palästinas gegründet wurde, bedeuten. Dies war ein gravierender Fehler als Israel 1948, einseitig, seinen eigenen Staat auf dem umstrittenen Land, verkündete.

Unabhängig davon was in der Vergangenheit geschehen ist, stehen wir heute vor einem grossem Problem. Dieses Problem kann nicht durch die heutige Vorgehensweise gelöst werden. Wie im Darfur, ist die Situation manipuliert worden. Die palästinensische Tragödie und die vergangene jüdische Tragödie sind für sehr spezifische Zwecke ausgenutzt worden. Wahlkampfstrategien und Präsidentschaftskandidaten nutzen diese Tragödien für ihre politische Propaganda aus. Während des kalten Krieges und der Konfrontation zwischen den USA/NATO und der USSR/Warschauer Pakt, wurde der Mittlere Osten stark ausgenutzt. Jeder Beteiligte verfolgte seine eigenen Interessen und die Interessen der Palästinenser und Israelis wurden vernachlässigt – Sie waren die Opfer. Sie waren diejenigen die kämpften und starben. Keine Russen, Amerikaner oder Franzosen starben. Die Palästinenser und Israelis müssen den Preis bezahlen.

Dieses Land ist sehr schmal. Auf der Höhe von Qalqiliya ist die Entfernung zwischen dem Joranfluss und dem Mittelmeer gerade 15 Kilometer. Hier kann es nicht zwei Staaten geben. Es kann keinen Staat geben der bloss 15 Kilometer breit ist. Falls es einen palästinensischen Staat in der West Bank geben sollte, würden Tel Aviv und alle Küstenstädten in der Reichweite der palästinensischen Maschinengewehre und Artillerie stehen. Der Luftraum würde auch unter Ihrer Kontrolle stehen. Käme es zu einem Krieg, würde dieser Staat in zwei geteilt werden. Zudem ist ein Teil des vorgeschlagenen palästinensischen Staates, die West Bank, vom anderen Teil, dem Gaza Strip, geteilt. Wie kann es einen palästinensischen Staat geben, wenn ein Teil am Mittelmeer und der andere Teil am Jordanfluss liegt.

Zudem kommt noch, dass eine Million Palästinenser in Israel wohnen und die Zahl nimmt zu. Bald werden es doppelt soviele sein. In der Zukunft werden drei bis vier Millionen Palästinenser in Israel wohnen. Dann wird Israel nicht mehr behaupten können ein reiner jüdischer Staat zu sein. Man weiss, dass die palästinensische Bevölkerung viel schneller als die Israelische wächst. Im so-genannten Israel leben mehr als eine Million Palästinenser in Frieden und Harmonie mit ihren Nachbarn. Das ist das Beispiel eines gemeinsamen Staates und gleichzeitig die Lösung des Problems. Es darf nur einen Staat in Palästina geben. Der Name ist nicht so wichtig.

Man könnte es “Isratine” oder Palästina nennen. Wie auch immer der Name, es darf nur einen gemeinsamen Staat für Palästinenser und Israelis geben. Wir können es alle bestätigen. Es gibt eine Million Palästinenser mit israelischer Staatsbürgschaft und sie leben problemlos mit den Israelis. Die Angriffe kommen nicht von Ihnen, sondern von denen die ausserhalb von Israel leben.

Es ist eine Tatsache, jenes Land zwischen dem Fluss und das Meer ist zu klein für zwei Staaten. Die Lösung liegt in der Gründung eines einzelnen, demokratischen Staates. Die ganze Welt muss Druck auf diejenigen ausüben, die auf Religion-, Rassen- und Sprachenrassismus beharren. Diese sind veraltete Verhaltensformen die mit der Zeit verschwinden werden. Diese Verhaltensformen dürfen nie einem andauernden Frieden zwischen Israelis und Palästinensern verhindern. Sie müssen zusammenleben können.

Araber und Juden haben schon immer zusammengelebt. Als die Araber aus Andalusien vertrieben wurden, wurden die Juden auch vertrieben. Arabische Länder baten den Juden Obdach und Schutz an.

Auch als die Römer Jerusalem um das Jahr 72 zerstörten, haben die Juden auf der arabischen Halbinsel Schutz gesucht. Die Araber haben die Juden wiederholt, vor der römischen und der gotischen Verfolgung, beschützt. Die zwei Völker sind verwandt. Abraham der Prophet hatte zwei Söhne: Ismael der Vorfahre der Araber und Isaac, der Vorfahre der Juden.

Jakob, auch als Israel bekannt, war der Sohn Isaacs. Das Land ist nach ihm benannt. Somit sind sie verwandt und sind sich näher als man denkt. Andere Mächte haben Feindseligkeiten zwischen den beiden geschaffen um ihren eigenen Interessen zu dienen. Die beiden müssen wieder zusammen in einem Staat leben.

I habe mein Weisses Buch veröffentlicht. Darin fordere ich die Verkündung von Isratine, ein Staat der halb den Namen Israel, halb den Namen Palästina, hat. Ich hoffe sie haben die englische Version. Das Buch fordert die Gründung eines einzelnen, demokratischen Staates. Die ersten Wahlen könnten von der UN überwacht werden. Danach würden seine Einwohner zusammenleben und es wäre egal ob der Präsident ein Jude, ein palästinensischer Muslime oder ein Christ sei. Der Wille des Volkes soll entscheiden. Heutzutage gibt es arabische Parteien in Israel und arabische Mitglieder der Knesset. Das sollte als Beispiel gelten. In der West Bank sind Palästinenser und Israelis Teil des gleichen Gewebes.

Das gleiche gilt für Gaza. Sie sind demographisch integriert. Israelische Fabriken sind auf palästinensische Arbeitskraft von der West Bank und Gaza angewiesen. Es gibt einen Güter – und Dienstleistungsaustausch zwischen ihnen. Sie sind voneinander abhängig. Es gibt viele Sachen, einschliesslich Kultur, die die Israelis und Palästinenser gemeinsam haben. Ich fordere die Schaffung eines einzelnen Staates um diesen Konflikt beizulegen. Jedoch müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden.

Erstens müssen die 1948 vertriebenen Flüchtlinge zu ihren Häusern zurück. Sie haben Anrecht darauf. Man muss ihnen erlauben zu ihren Häusern, Bauernhöfen und Dörfer zurückzukehren.

Zweitens muss dieser neue Staat frei von Massenvernichtungswaffen sein. Kein Staat in der Region darf Massenvernichtungswaffen besitzen. Egal ob es von Arafat oder Abbas regiert wird, muss es frei von Massenvernichtungswaffen sein.

Das ist was ich über die Palästinafrage sagen wollte. Ich fordere sie auf mein neues Buch, ISRATINE zu lesen.
Sie haben mich bezüglich der neuen UN-reform gefragt. Seit Jahren hören wir über den Wunsch die UN zu reformieren. Bedauerlicherweise wurde während dieser Zeit nur die Vergrösserung des Parlamentes und die Nicht-Permanente Mitgliedschaft im Sicherheitsrates angesprochen. Das Hauptanliegen, nämlich eine grundsätzliche Reform der UN durchzuführen, wurde nicht in Betracht gezogen.

Die UN besteht nicht nur aus dem Sicherheitsrat, sondern auch aus der Generalversammlung, dem internationalen Gerichtshof, das ECOSOC, das Verwaltungsgremium, UNESCO, UNICEF, FAO und allen anderen Einheiten des UN-Systems. Der jetzige Sachverhalt ist Undemokratisch, illegal und rechtswidrig. Die Welt muss das verändern. Jetzt herrschen diktatorische Verhältnisse die den Bemühungen um Frieden nicht gerecht werden. Oder vielmehr, es herrscht ein Zustand des Terrors, der den Frieden bedroht.

Der so-genannte Sicherheitsrat ist kein Rat der Sicherheit, sondern ein Rat des Terrors. Es hat sich der Macht der UN bemächtigt. - Ein kleiner Teil des Rates wird von fünf Mitgliedern kontrolliert die das Vetorecht haben. Deshalb haben die kleinen Länder kein Vertrauen im Sicherheitsrat der UN. Informierte Intellektuelle wie Sie sind sich einig, dass unter der jetzigen Situation des Sicherheitsrates und der UN, sich niemand sicher fühlen kann. Dies Gefühl wird durch die Zerstörung und Besetzung von Irak, Afghanistan und Jugoslawien, verstärkt.

All dies geschah unter den Augen der UN und des Sicherheitsrates. Warum wurde das Kapitel VII nicht angewandt als die USA und England, illegal den Irak besetzten? Weil diese Länder das Vetorecht haben und der Rat machtlos dagegen ist. Sie können jede Resolution verhindern. Somit ist es nicht ein internationales Sicherheitsforum. Es ist vom Ansatz her nicht international. Es ist ein Rat für diese wenigen erlesenen Mitglieder.

Wir verlangen eine Reform der UN. Dies kann nur durch eine Demokratisierung der Generalversammlung, das Welt-Parlament, erfolgen. Das Parlament ist die Legislative, die Institution die Gesetze implementiert. Der Sicherheitsrat ist das Äquivalent zur Executive. Das Exekutiv muss die Entscheidungen der Legislative einführen. Könnte man sich vorstellen, dass die englische Regierung Gesetze einführt und anschliessend den House of Commons anweist diese zu verabschieden? Es ist genau umgekehrt. Das Parlament verabschiedet Gesetze, das Exekutiv wendet sie an. In der UN verabschiedet der Sicherheitsrat die Gesetze und beauftragt dann die Generalversammlung mit deren Einführung. Das bedeutet dass der Karren vor den Pferden steht. Es müsste jedoch alles genau umgekehrt sein.

Die Länder der Welt haben sich zusammengetan um die UN zu gründen. Die Generalversammlung ist das einzige Organ, wo alle Mitglieder vertreten sind. Aus demokratischen Erwägungen, sollte es das Organ mit der grössten Macht sein. Wenn die Generalversammlung Sanktionen gegen einen Staat beschliesst, muss dieser Staat die Entscheidung akzeptieren weil sie, demokratisch von allen Staaten gefällt wurde. Es ist ein grosses Unrecht, wenn zwei oder fünf Staaten ihren Willen dem Sicherheitsrat aufzwingen und dann behaupten, diese Entscheidung sei im Namen internationaler Legalität gefällt worden. Was für eine Farce!

Wenn eine echte Reform erwünscht ist, muss die Macht des Sicherheitsrates an die Generalversammlung abgetreten werden. Die Anwendung von Kapitel VII muss das Vorrecht der Generalversammlung sein und zwingende Resolutionen dürfen nur von ihr verabschiedet werden.

Der Sicherheitsrat ist für die Durchführung der Resolutionen der Generalversammlung zuständig. Falls sich nichts ändert, werden voraussichtlich viele Länder die UN verlassen. Sie werden dann eine neue UN der Unterdrückten und Entrüsteten Gründen.

Die jetzige Weltgemeinschaft würde zusammenbrechen. Zurzeit wird diese Weltinstitution nicht korrekt benutzt. Die Verfassung wird durch Präzedenzfälle korrumpiert. Diese Präzedenzfälle schaffen eine neue UN-Verfassung die auf Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Aggression basiert ist.

Die UN-Verfassung verbietet die Anwendung von Einschüchterung und Gewalt. Heutzutage herrscht ein Klima von Einschüchterung und Gewalt. Es ist das Ende der UN-Verfassung. Die Massnamen die gegen Libyen, Panama, Irak, Jugoslawien, Afghanistan und andere Staaten ergriffen wurden, schaffen ein neue, ungeschriebene Verfassung, die auf Präzedenz basiert ist.

Es herrscht das neue Gesetz der Mächtigsten und es muss respektiert werden. Wir wünschen uns alle die Ordnung durch internationales Recht. Was wir heute haben ist die Ordnung der Mächtigsten und es nimmt Vorrang vor dem internationalen Gesetz. Wie kann man den Worten der mächtigsten Staaten glauben, wenn sie von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sprechen, solange sie solche Tyrannei ausüben?

Deshalb beharre ich darauf, dass die höchsten Organe dieser internationalen Institution, nämlich die Generalversammlung und der Sicherheitsrat, demokratisiert werden müssen.

Mein “Grünes Buch” befasst sich mit der Frage der Demokratie. Ich hoffe Sie können es auf englisch finden. Ich habe das Grüne Buch nicht erfunden, sondern ich habe einfach die Geschichte der Welt gelesen und bin den Erfahrungen der Menschheit nachgegangent. Ich habe die Gründe für Krieg, Frieden, Glück, Armut, für interne und externe Probleme, gesehen und habe sie in ein Buch zusammengetragen.

Demokratie ist aus zwei arabischen Worten zusammengesetzt; “demo” was Leute bedeutet und “cracy” was Stühle oder Sitze bedeutet. Es bedeutet dass die Leute immer den Sitz der Macht einnehmen sollen. Um eine echte Demokratie zu haben, müssen die Leute die alleinigen Benützer der Sitze der Macht sein. Die Menschen haben das Recht Gesetze zu erlassen und das System ihrer Wünsche zu schaffen – sie haben die Macht.

Die Souveränität der Leute darf nicht missbraucht oder in den Händen weniger Individuen, nämlich Regierungen und Repräsentanten, gestellt werden.

Die Theorie der Repräsentation hat die Menschen der Welt geblendet. Niemand kann das Volk repräsentieren. Repräsentation ist Fälschung. Die Menschen existieren, warum sollte sie jemand vertreten? Wer kann für die Leute träumen? Es darf keine Repräsentation bezüglich Träume und Wünsche geben. Das ist die Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Leute müssen ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten selber in die Hand nehmen.

Sie müssen ihre Wünsche direkt, ohne Vertretung ausdrücken können. Es gibt Länder die Millionen von Einwohnern haben und sie haben nur wenige hundert Repräsentanten im Parlament. Dies bedeutet, dass ein einziger Repräsentant Millionen von Leuten vertritt. Wie kann das sein? Wie kann ein Mensch die Wünsche so vieler Leute ausdrücken?

Wer sagt dass diese Millionen von Menschen, dass wollen was dieser eine Mensch will? Dies ist eine Verfälschung des Willens eines Volkes. Das Individuum repräsentiert nur sich selbst. Schauen wir nach England. Die Leute gehen dort auf die Strasse um gegen die Regierungspolitik und deren Gesetze zu demonstrieren.

Wenn die Regierung der echte Vertreter des Volkes wäre, warum würden die Leute auf die Strasse gehen um zu demonstrieren?

Die Menschen in den USA sind gegen den Krieg im Irak, der Kongress befürwortet ihn. Daraus folgt, dass der Kongress nicht der Vertreter des Volkes ist. Das amerikanische Volk will das die Soldaten den Irak verlassen. Da herrscht eine weite Kluft zwischen den Leuten und ihren Regierungsvertretern. Repräsentation ist eine Verfälschung des Volkswillens. Das ist was das “Grüne Buch” sagt. Eine echte Demokratie wird vom Volkskongress und von Volksgremien repräsentiert.

Das Libysche Volk ist in 30’000 Kommunen unterteilt. Jede Kommune besteht aus hundert Menschen. Diese 3 Millionen Menschen üben ihre Macht aus in Libyen. Der Rest der Bevölkerung ist entweder minderjährig oder alt und kann somit nicht teilnehmen. Drei Millionen Mitglieder der 30’000 Kommunen bestimmen die Agenda der Gesellschaft wie auch die interne und externe Politik des Landes für ein Jahr.

Danach treffen Sie sich um ihre Entscheidungen von neuem zu erwägen. Was ich damit sagen will ist, dass ein echter demokratischer Ablauf nur durch einen Volkskongress und Volkskomitees geschehen kann. Ohne diese Institutionen kann es keine Demokratie geben.

Ich nehme an, ich bin auf allen Fragen eingegangen. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder begegnen werden, wann immer es meine Zeit erlaubt. Ich bin immer bereit, die Fragen die euch interessieren, anzusprechen und euch zuzuhören.

Die erste Frage kommt von Michael, PhD in Philosophie und betrifft die Aussenpolitik Libyens.

Danke Bruderführer. Es war meine Ehre und Vergnügen eine Gruppe von 25 Studenten aus Cambridge, die an den Veranstaltungen vom Februar und März in Libyen teilgenommen haben, zu leiten. Alles verlief sehr gut. Die Diskussionen über die jüngsten Veränderungen in der libyschen Aussenpolitik, waren ausserordentlich interessant. Meine Untersuchungen haben sich auf die Libyschen – Amerikanischen Beziehungen konzentriert, insbesondere die der 90 Jahre und die in diesem Jahrzehnt. Sowohl die libysche wie auch die amerikanische Seite, haben sich optimistisch über die Verbesserung der Beziehungen beider Länder geäussert. Vor kurzem wurde auch der Wunsch laut, diesen positiven Vorgang weiter zu führen. Ich zitiere den amerikanischen Vizepräsidenten, Dick Cheney:

Wir haben die Regierung von Irak bewältigt, Saddam Hussein wurde abgesetzt und ist im Gefängnis. Seine Regierung ist spurlos verschwunden. Qaddafi in Libyen verfolgt aufmerksam diese Geschehnisse im Irak und Afghanistan. Fünf Tage nach Saddam Husseins Verhaftung, hat sich Libyen dazu bereit erklärt auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten. Ihr Sohn, Seif El Islam Qaddafi sagte das Gleiche: Das war ein Zeichen politischer Schwäche. Ich glaube, dass sich Libyen jetzt sicherer und zuversichtlicher fühlt als zuvor und dass man sich von der politischen Spannungssituation entfernt hat.

Bruderführer können Sie uns die Gründe für diese Entscheidungen erläutern und ihre Auswirkungen auf die amerikanischen Beziehungen schildern? Wo befinden sich diese Beziehungen heute? Wohin führen sie?
Der Bruderführer: Danke, und mein Glückwunsch zu ihren Libyenbesuch.

Jedes mal wenn etwas passiert, wird jeder versuchen es für seine Zwecke auszulegen. Aber niemand versucht das zu tun, bevor sich die Ereignisse abspielen. Warum hat Cheney seine Aussage nicht bevor Libyen die historische Entscheidung fällte, gemacht? Warum hat er nicht gesagt, dass Libyen sich innerhalb von fünf Monaten von seinem nukleares Programm trennen wird, wegen der Ereignisse im Irak?

Wieso hat er das nicht gesagt? Weil er dies nicht konnte. Er machte seine Aussage nachdem wir unsere Entscheidung gefällt hatten. Er nutzte die Situation aus. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass der amerikanische Präsident persönlich zugab, dass Verhandlungen mit Libyen seit neun Monaten im Gange waren. Neun Monate lang haben wir mit den Weltmächten und der IAEA über die Beendigung des libyschen Nuklearprogramms verhandelt, ohne es der Weltöffentlichkeit anzukünden. Damals war Saddam Hussein noch in der Macht und Irak war noch nicht besetzt worden.

Falls wir uns vor den Amerikanern gefürchtet hätten, warum hätten wir das Nuklearprojekt 30 Jahre lang vorangetrieben? Wir haben uns während der Reagan Ära nicht gefürchtet, obwohl sich im nachhinein herausstellte, dass er geisteskrank war und an Alzheimer leidete. Wir machten sie darauf aufmerksam, dass der Mann geisteskrank ist und dass man sich vor ihm in Acht nehmen müsste. Sie lachten bloss; mussten dann aber bekennen, dass Reagan wirklich verrückt war und dass seine Entscheidungen auf Alzheimer zurückzuführen waren.

Während dieser unberechenbaren Zeit haben wir uns nicht vor der von Reagan entsandten Flotte vor unserer Küste gefürchtet. Wir haben unser Programm fortgeführt. Zu jener Zeit war Weltweit, das Einkaufen von Massenvernichtungswaffen beliebt und viele Länder versuchten dies zu tun. Nach einer gewissen Zeit stellten wir fest, dass unser Programm entdeckt worden war. Ausrüstungen wurden beschlagnahmt. Die CIA lies uns Aufnahmen über unsere Treffen mit bekannten Nuklearspezialisten zukommen.

Unser Nuklearprogramm war nicht mehr geheim und es wurde uns angeboten mit den USA und England Gespräche zu führen. Mein Freund Blair schickte Gesandte um mitzuteilen, dass das Programm entdeckt worden war und dass die Zentrifugenausrüstung beschlagnahmt worden waren. Wir stellten fest, dass es praktisch unmöglich wäre mit dem Projekt fortzufahren. Wir erwägten auch die hohen Kosten des Projektes.

Dann stellten wir uns die Frage, wofür würden wir eine Atombombe herstellen würden? Falls jemand behaupten sollte, Libyen beabsichtige Israel anzugreifen, würden wir einfach sagen: Es leben eine Million Palästinenser in Israel. Es ist für uns unvorstellbar eine Atombombe auf eine Million Palästinenser und drei Millionen Juden zu werfen. Die West Bank und der Gazastreifen würden unweigerlich in Mittleidenschaft gezogen werden, falls ein Nuklearangriff auf Israel ausgeübt würde. Syrien, Libanon, Jordanien und sogar Ägypten wären gefährdet, falls Libyen einen atomaren Angriff ausüben würde. Diese Möglichkeit wurde nun beseitigt.

Manche behaupten Libyen würde Atomwaffen benutzen. Warum sollten wir das tun? Europa ist keine Kolonialmacht mehr. Europa ist nun ein Freund der mit uns kooperiert. Wir befassen uns jetzt mit der strategischen Zusammenarbeit zwischen der UA und der EU. Wir sprechen über Handel, Investitionen, Umweltverhütung, mediterrane Kooperation und Zusammenarbeit von Wirtschaftsinstitutionen. Europa ist nicht mehr wie zu Hitlers und Mussolinis Zeiten.

Es ist unmöglich mit gesunden Menschenverstand anzunehmen, Libyen würde Europa mit Atomwaffen angreifen wollen. Zudem gibt es viele Länder in Europa die mit Libyen befreundet sind. Dies ist ein weiterer Grund warum wir uns vom Atomwaffenprogramm abgewendet haben. Würden wir diese Waffen gegen Amerika anwenden?

Allererstens wir hätten nicht die Beförderungsmöglichkeiten um eine Bombe nach Amerika zu schicken. Wie könnte jemand mit gesundem Menschenverstand annehmen, Libyen würde Amerika mit einer oder sogar zehn Atombomben angreifen genau wissend, dass Amerika mit hundert solchen Bomben zurückschlagen würde? Niemand würde so denken. Mann müsste wahnsinnig sein wenn man Länder wie die USA, Russland oder China, die hunderte von Atomwaffen besitzen, angreifen wollte.

Könnte man davon ausgehen diese Bombe in Afrika zu benutzen? Afrika ist ein Kontinent und wir sind ein Teil davon. Nach dieser Bewertung der internationalen Situation, haben wir eingesehen, dass der Wunsch ein Atomprogramm zu besitzen, bloss einem Trend folgte zu einer Zeit, als alle ein Atomwaffenprogramm haben wollten. Diese Zeit ist vorbei.

Pakistan hat eine Atombombe hergestellt. Warum?

Weil Indien die gleiche Waffe herstellte. Es ist nachvollziehbar, dass aus Gleichgewichtsgründen, beide Länder die gleichen Waffen besitzen müssen. Dies ist eine extrem gefährliche Situation. Wir sind gegen alle Formen von nuklearen, biologischen oder chemischen Massenvernichtungswaffen. Wir hoffen dass die Herstellung von solchen Massenvernichtungswaffen von der ganzen Welt verbannt werden. Wir fürchten uns vor niemanden. Nur Gott fürchten wir. Dieser Mensch der erwähnt wurde, dieser Dick Cheney, so heisst er doch? Es ist seine Weltanschauung, wie auch Reagan eine hatte. Ich bete zu Gott, dass er nicht so krank ist wie Reagan. Ich wünsche ihm gute Gesundheit. Ich weiss her hatte fünf Herzoperationen hatte.

Ich gehe davon aus, dass seine Aussagen nicht auf eine Geistesschwäche zurückzuführen sind. Wie auch immer, nehmen wir an er hat Recht. Wäre es vernünftig für ein kleines Land wie Libyen mit fünf Millionen Einwohnern sich mit einer Weltmacht wie die USA, welche tausende von Atomwaffen, ICBM, Flugzeugträger und Atomunterseeboote besitzt, anzulegen? Ist es Falsch für ein kleines Land sich von einer solchen Konfrontation abzuwenden? Es ist eher ein Beweis von Klugheit und Courage. Wir haben uns selbständig für etwas entschieden und selbständig haben wir dann darauf verzichtet.

Frage: Bruderführer, Sie haben den Wunsch geäussert, die Afrikanische Union, in die Vereinigten Staaten von Afrika verwandeln zu wollen. Glauben Sie dies wäre in den nächsten zehn Jahren machbar?

Der Bruderführer: danke. Es ist sehr wohl möglich. Warum nicht?

Wir die Afrikaner folgen dem Beispiel Europas. Europa besteht aus vielen Ländern, die bis vor kurzem zerstörerische Kriege mitteinander führten. Millionen von Menschen sind im ersten und zweiten Weltkrieg, im Krieg der Rosen, im dreißigjährigem Krieg und im siebenjährigen Krieg umgekommen. Europa ist durch alle diese Kriege hindurch und trotzdem hat es sich jetzt dazu entschieden sich zu vereinen.

Wir folgen diesem Beispiel. Zudem sind die afrikanischen Staaten nicht im Krieg gegeneinander. Afrika ist ein einziges, schwarzes Land, dass aus tausenden von Stämmen besteht. Sind sind bereits vereint. Wir sind ein Kontinent und eine homogene Gruppe von Menschen. Sogar unsere Farbe unterscheidet uns von anderen Völkern und Kontinenten. Die Globalisation mit ihren Herausforderungen macht es unmöglich für einzelne Staaten alleine zu überleben. Wenn Deutschland, England, Frankreich oder Italien als Grossmächte nicht alleine ausserhalb der EU leben können, wie sollen es die winzig kleinen afrikanischen Staaten schaffen?

Ihre einzige Möglichkeit besteht in einer afrikanischen Union oder in den Vereinigten Staaten von Afrika. Die Erfüllung diese Projektes hängt von der Anteilname der einzelnen Mitglieder ab.

Frage: Bruderführer, danke für Ihre Zeit. Diese Frage kommt von der afrikanischen Abteilung der BBC. Sie sagten, die AU wird sich in die Vereinigten Staaten Afrikas verwandeln. Wie stehen die Möglichkeiten für eine afrikanische Union? Wir möchten auch unseren Respekt bekünden, für Ihr Streben nach einer afrikanischen Union.

Der Bruderführer: Ich bin mir nicht sicher ob dies eine Frage oder ein Kommentar ist. Die Geschichte der Menschheit hat verschiedene Etappen durchlaufen. Da war die Etappe der Religion, dann die des Nationalismus, dann die demographische Etappe oder die des materiellen Interesses.

Während der Etappe der Religion, bezieht sich alles auf dem Glaube, egal welche Nationalität oder Sprache vorliegt. So war es im Römischen Reich, Islamischen Reich, Ottomanen Reich, u.s.w. In der Etappe des Nationalismus, wurden Staaten wie Italien, Deutschland, Türkei und Iran gegründet. Bedauerlicherweise konnten die Araber in dieser Zeit, weder eine Glaubens – noch eine ethnische Einheit zustande bringen. Jetzt hat eine neue Etappe begonnen; die der Demographie, Globalisation und der materiellen Interessen.

Nun ist es schwierig geworden eine Union zwischen Libyen und Irak oder Syrien und Marokko anzustreben. Als afrikanische Staaten, werden Libyen und Marokko Teil eines vereinten Afrikas sein. Mann kann heute nur noch von einer Gesamtafrikanischen Union sprechen. Wie könnte man von einer Union zwischen Europa, Neu Seeland und Australien sprechen? Das ist nicht möglich.

Regionen sollen sich entsprechend ihrer geographischen Lage, zusammenschliessen. Die ASEAN, das Commonwealth der unabhängigen ehemaligen Staaten der USSR, Die Afrikanische Union, die EU, USA und Latein Amerika verbünden sich. Somit wird die Welt aus sieben oder zehn grosse Gruppen bestehen, die in der Zukunft die Staaten ersetzen werden. Auch die Geldwährungen werden auf sieben bis zehn reduziert werden und es wird die gleiche Anzahl von Zentralbanken geben.

So wird die Welt aussehen. In dieser neuen Weltordnung ist es schwierig für Araber an eine nationalen Union zu denken. Trotzdem hoffe ich, dass die Araber meine Einladung, der Afrikanischen Union beizutreten um eine Arabische Afrikanischen Union zu formen, annehmen werden. In diesem Falle wären alle Araber mit Afrika verbunden.

Zwei Drittel aller Araber sind Afrikaner. Das übrige Drittel verteilt sich zwischen Asien und der Arabischen Halbinsel und dem Golf. Die beste Lösung für die Araber ist sich Afrika anzuschliessen. Heutzutage macht es keinen Sinn über eine nationale oder religiöse Union zu sprechen. Die Tagesordnung ist ein demographisches und wirtschaftliches Gefüge der Supergruppen.

Frage: Bruderführer: Sie haben sich tapfer gegen Diktaturen gestellt. Sie haben nach einer freien Welt gerufen, die allen zugute kommen würde. Wie sehen Sie die Situation im Irak und der amerikanischen Präsenz dort?

Der Bruderführer: Die ganze Welt schaut auf den Irak. Die ganze Welt hat eine Position angenommen. Die Invasion des Iraks war ein Fehler. Sowohl die USA als auch England haben diesen Fehler eingestanden. Es ist an der Zeit den Fehler rückgängig zu machen. Sie behaupteten Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen. Man inspizierte den Irak, dann hat man es angegriffen, zerstückelt und es wurde klar, dass solche Waffen nicht vorhanden waren. Sie haben den Fehler eingestanden und haben ihr Bedauern ausgedrückt. Das ist wirklich bedauerlich.

Ein ganzes Volk wird zum leiden verurteilt und zerstört auf Grund von Gerüchten oder Lügen? Wie können die Weltmächte, die permanente Mittglieder des Sicherheitsrates sind, so rücksichtslos und gefährlich handeln auf Grund von unbegründeten Gerüchten und Behauptungen?

Wie kann die Welt ein ruhiges Gewissen haben, wenn solche willkürliche Entscheidungen gefällt werden. Nachdem der Fehler zugegeben wurde, müssen die die ihn begangen haben, einen Rückzieher machen. Die einzige Lösung ist ein Rückzug aus dem Irak und das Land den Irakern überlassen.

Der Koordinator der Studentenvereinigung von Cambridge: Danke Bruderführer. Danke das Sie alle gekommen sind. Danke allen für ihre Teilname und besonderen Dank an den Bruderführer Mummar Al Qaddafi für seine Teilname.
Der Bruderführer: Danke Ihnen und ich hoffe sie bald wieder zu sehen, falls Gott es so will.
 


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